FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

NIEDERLAGE IN GREIFSWALD

Trotz einer "couragierten und engagierten Leistung", die Ingo Kahlisch seinen Jungs attestierte, stand der FSV am Ende mit leeren Händen da. Im entscheidenden Duell beim Kampf um Platz vier unterlag Optik am Mittwochabend in Greifswald mit 0:1. Der Sieg der Gastgeber in einem gutklassigen Oberligaspiel war alles in allem verdient, weil diese vor über 1.300 Zuschauern das torgefährlichere Team stellten und den entscheidenden Tick zielstrebiger agierten.

25. Minute: Flugeinlage von Gökhan Aydin. Der Freistoß von Schwandt klatschte an die Lattenunterkante

Trotz einer "couragierten und engagierten Leistung", die Ingo Kahlisch seinen Jungs attestierte, stand der FSV am Ende mit leeren Händen da. Im entscheidenden Duell beim Kampf um Platz vier unterlag Optik am Mittwochabend in Greifswald mit 0:1. Der Sieg der Gastgeber in einem gutklassigen Oberligaspiel war alles in allem verdient, weil diese vor über 1.300 Zuschauern das torgefährlichere Team stellten und den entscheidenden Tick zielstrebiger agierten.

Dabei sah das Rathenower Spiel recht gefällig aus, der Ball lief - wie auch bei den Gastgebern - flüssig durch die Reihen. Der Unterschied wurde im Strafraum deutlich. Dort hatten die Hansestädter mit Ronny Krüger und Ex-Profi Lars Kampf ein Duo, das vor Augen führte, was bei Optiks junger Elf zur Zeit (noch) fehlt: Zug zum Tor sowie ein kompromissloser Abschluss. Eben so wie beim entscheidenden Tor in der 52. Minute: Nach Vorarbeit von Kampf hämmerte Krüger den Ball von halblinks unhaltbar für Gökhan Aydin unter die Latte und sicherte seiner Mannschaft damit Platz vier, der ihr jetzt praktisch kaum noch zu nehmen ist. (N.R.)

Spielbericht von Detlev Nießner:

[img_re]OptikBilder/Saison07_08/Newsbilder07_08/Greifswald/gsv_op_kelle_krueger.jpg[/img_re] Nach verhaltenem Beginn hatte der FSV die erste Möglichkeit. Nach einem Eckball köpfte Tim Berger übers Tor. Kurz darauf zog Jonas Weidner mit einem Pass von Ekin Gündogdu in Richtung Tor, seine Hereingabe klärte Torsten Lemke. Nach genau einer Viertelstunde die größte Chance der ersten Hälfte: Stefan Schwandt hämmerte einen Freistoß an die Lattenunterkante. Auf der anderen Seite zielte Slim Jaballah zu hoch. Als sich Schwandt nach 20 Minuten erneut in Szene setzte, reagierte Gökhan Aydin gut.

Nach zirka 25 Minuten hatten beide Abwehrreihen die Vorherrschaft übernommen. Das Geschehen spielte sich zumeist zwischen den Strafräumen ab. Ein harmloser Aufsetzer von Torsten Lemke und eine Flanke von Slim Jaballah, die Maik Sadler sicher fing, waren die einzigen Aufreger. Erst Sekunden vor dem Pausenpfiff musste Gökhan Aydin zupacken, als Christian Orend aus spitzem Winkel abzog.

[img_li]OptikBilder/Saison07_08/Newsbilder07_08/Greifswald/gsv_op_zielke_kampf.jpg[/img_li]Auch in Hälfte zwei hatte Optik die ersten Gelegenheiten. Mathias Lettow köpfte knapp daneben. Die Entscheidung fiel in der 51. Minute: Eine scharfe Eingabe von Slim Jaballah verpasste Andre Zielke nur um Zentimeter, im direkten Gegenzug setzte sich Lars Kampf auf der rechten Seite durch. Sein Pass erreichte den mitgelaufenen Ronny Krüger, der aus Nahdistanz zum 1:0 einschoss.

Rathenow blieb spielerisch voll auf Augenhöhe, strahle aber zu wenig Torgefahr aus. Am ehesten hatten die mitgereisten Fans unter den 1382 Zuschauern den Torschrei in der 61. Minute auf den Lippen. Nach einen indirektem Freistoß im Strafraum konnte die GSV-Abwehr klären. Auf der Gegenseite köpfte Christian Orend über die Latte. Eine Viertelstunde vor Schluss zog Stefan Schwandt einen Freistoß scharf vor der Tor. Gökhan Aydin konnte den Ball zunächst nicht festhalten, bekam ihn aber im zweiten Versuch unter Kontrolle.

Gleich darauf die umstrittenste Szene des Spiels: Till Wedemann wurde im Strafraum gelegt. Der junge Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin, der nach Einschätzung von Ingo Kahlisch insgesamt gut agierte, ließ hier weiterspielen. In der 83. Minute ein Kopfball von Tim Berger, bei dem Torwart Maik Sadler viel Mühe hatte. Auch eine Konterchance gab es noch, als sich Ronny Krüger auf dem Flügel durchsetzte. Gökhan Aydin hatte aufgepasst, war einen Schritt vor dem einschussbereiten Claas Weinmar am Ball. (D.N.)

Aufstellung: Aydin – Berger (G), Delvalle, M. Lettow – Weidner (69. Turhan), Kellner, Zielke, Scholz (G / 78. T. Lettow), Jaballah (85. Pfefferkorn) – Gündogdu – Wedemann

Tor: 1:0 Krüger (52.)

[img_li]OptikBilder/Trainerfotos/pk_gsv_0708.jpg[/img_li]Für Optik gilt es nun, nachdem der direkte Sprung auf einen Aufstiegsplatz nicht mehr zu schaffen ist, Rang fünf zurück zu erobern. Denn noch ist nicht abzusehen, wozu diese Platzierung möglicherweise berechtigt. Ingo Kahlisch machte, nachdem er Greifswalds Trainer Andreas Zachhuber seine Glückwünsche ausgesprochen hatte, noch einmal deutlich, dass seine Mannschaft bisher eine sensationelle Saison gespielt und das ursprüngliche Saisonziel Platz zehn längst übertroffen hat. "Diese Niederlage tut den jungen Leuten bei uns natürlich sehr weh. Aber bis Sonntag müssen wir die Köpfe wieder frei kriegen. Wir sind Sportler und wollen selbstverständlich die letzten beiden Spiele noch gewinnen."

Das erste davon findet am Sonntag um 14 Uhr gegen den BFC Preussen statt. Kahlisch hofft, dass möglichst viele Fans den Weg zum Vogelgesang finden und mit der Mannschaft den Abschluss einer "geilen" Saison feiern: "Das haben sich die Jungs einfach verdient." Wie üblich findet dann auch wieder ein Stadionfest mit Musik und einer Tombola statt.