FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

NUR UNENTSCHIEDEN IN EISENHÜTTENSTADT

Beide Trainer waren nach dem Verbandsligaspiel zwischen dem Eisenhüttenstädter FC Stahl und dem FSV Optik Rathenow nicht zufrieden. Sie hatten sich mehr als das 1:1 ausgerechnet. (links im Bild: Neuzugang Maciej Kaczorowski)

Tore: 1:0 Lukas Szywala (69.); 1:1 Marco Lindemann (87./FE)

Foto: Alex Schmidt (www.efc-stahl.de)

Die Partie begann verhalten. Die Hausherren machten es Optik mit einem taktisch disziplinierten Auftreten schwer. Die ersten Gelegenheiten ergaben sich nach fünf Minuten. Marco Lindemann erwies sich bei einem Freistoß von Dirk Szabo als zu klein. Den Gegenzug über Norman Raschke unterband Szabo. 180 Sekunden später verpasste Tony Raddatz eine Eingabe von Christian Siemund. Nach 19 Minuten lief Neuzugang Maciej Kaczorowski in eine Flanke von Daniel Keck. Vom Knie des Polen sprang der Ball ins Aus. Am anderen Ende des Platzes verkürzte Gökhan Aydin geschickt den Winkel gegen Norman Raschke. Nach 28 Minuten ließ Kaczorowski nach Doppelpass mit Ardeshir Dejagah seinen Gegenspieler aussteigen und zog aus 12 Metern ab. Das Leder ging knapp drüber. In der 34. Minute legte Kaczorowski mit dem Kopf auf Dejagah ab. Dessen Schuss ging zwar ins Tor, doch Eddy stand nach Meinung des Schiedsrichterassistenten im Abseits, der Treffer zählte nicht. Den fälligen Freistoß führte der EFC schnell und lang aus. Um Zentimeter verfehlte Tony Raddatz aus spitzem Winkel. Nachdem Marco Lindemann per Kopf das Tor verfehlte und Christian Lehmann gegen Ardeshir Dejagah hielt, ging es torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel schien Rathenow mit mehr Elan zu spielen. Nur sechs Sekunden nach Wiederanpfiff versuchte sich Eddy Dejagah aus der Distanz. Nachdem der Hüttenstädter Norman Raschke freistehend den Ball mit dem Kopf nicht aufs Tor bekam, wurden die Torraumszenen wieder seltener. Das sollte sich erst nach 63 Minuten wieder ändern. Für einen harmlosen Rempler sah der nach einer Rangelei verwarnte Ardeshir Dejagah von Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin die gelb-rote Karte. Zunächst kam der FSV zu einer Dreifachchance: Jonathan Munoz hatte von rechts auf Mario Manuel Delvalle Silva gepasst. Dessen Schuss wurde ebenso abgeblockt wie der Versuch von Matthias Kellner. Den Nachschuss verzog Rick Leppek knapp. Im folgenden Angriff verletzte sich Daniel Keck am Zeh. (Er musste daraufhin das Feld verlassen.) Die entstandene Lücke nutzte Lukas Szywala. Beherzt zog er aus 25 Metern ab. Der Ball senkte sich ins lange Eck zum 1:0 für Gastgeber.

Wie in Wittenberge bewies Rathenow Moral. Stahl wurde weit in die eigene Hälfte gedrängt. Libero Sebastian Schulz bekam nun alle Hände voll zu tun. Erst klärte er den Kopfball von Dirk Szabo. Dann verhinderte er den einen Torschuss von Rick Leppek. Und als Schulz nicht im Weg stand, kam Lars Leschke am langen Pfosten einen Schritt zu spät. Nur noch gelegentlich kam Eisenhüttenstadt vor das Gehäuse von Gökhan Aydin. Und wenn, dann waren die Versuche meist zu harmlos wie der Kopfball von Tony Raddatz in der 85. Minute. Als sich die Zeit so langsam dem Ende entgegen neigte, setzte sich Maciej Kaczorowski auf der rechten Seite durch. Im Strafraum befindlich ließ Gegenspieler Philipp Kappel das Bein stehen, und der Stürmer kam zu Fall. So bekam Marco Lindemann drei Minuten vor dem Ende die Möglichkeit zum Ausgleich. Sicher nutzte er diese. Beide Teams kamen noch zu weiteren Chancen. Doch es blieb beim insgesamt gerechten 1:1.

Während EFC-Trainer Eckhard Kreutzer bemängelte, dass seine Truppe die zahlenmäßge Überlegenheit nicht nutzte, fiel der Kommentar seines Gegenübers Ingo Kahlisch knapp aus: "Ich erwarte mehr von meiner Mannschaft, sie kann auch mehr."

Aufstellungen:

Rathenow: Aydin - Lindemann (G) - Puhlmann (80. Berger), Szabo, R. Leppek - Keck (G/71. Leschke), Delvalle Silva, Kellner, Munoz (G) - Dejagah (G/ 63. GR), Kaczorowski

Eisenhüttenstadt: Christian Lehmann - Sebastian Schulz, Nico Teuber (71. Marcus Schadrack), Carsten Hilgers, Philipp Kappel, André Beuthel, Rico Walter, Christian Siemund, Lukas Szywalla - Normen Raschke (78. Marcus Kerl), Tony Raddatz (88. Sven Naumann); Trainer: Eckhard Kreutzer

Tore:
1:0 Lukas Szywala (69.)
1:1 Marco Lindemann (87./FE)