FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

EIN SIEG AM SEIDENDEN FADEN

Einen glücklichen 2:1-Sieg hat der FSV Optik gegen den Tabellendritten Türkiyemspor eingefahren. Nach einer starken ersten Halbzeit lag Rathenow zur Pause durch Treffer von Gündogdu sowie ein Eigentor der Berliner mit 2:0 vorn. Nach dem Seitenwechsel zogen die spielstarken Gäste dann ein regelrechtes Powerplay auf und kamen eine Viertelstunde vor Schluss zum verdienten Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es für die Kreuzberger aber nicht, denn mit einer bravorösen kämpferischen Leistung rettete Optik den knappen Vorsprung über die Zeit.

Sven Becker gegen den Ex-Rathenower Kadir Yilmaz (links) / Till Wedemann hat das 3:0 auf dem Fuß, scheitert aber am Gästekeeper (rechts)

Einen glücklichen 2:1-Sieg hat der FSV Optik gegen den Tabellendritten Türkiyemspor eingefahren. Nach einer starken ersten Halbzeit lag Rathenow zur Pause durch Treffer von Gündogdu sowie ein Eigentor der Berliner mit 2:0 vorn. Nach dem Seitenwechsel zogen die spielstarken Gäste dann ein regelrechtes Powerplay auf und kamen eine Viertelstunde vor Schluss zum verdienten Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es für die Kreuzberger aber nicht, denn mit einer bravorösen kämpferischen Leistung rettete Optik den knappen Vorsprung über die Zeit. (N.R.)

Den ersten Aufreger gab es schon nach wenigen Sekunden. Ekin Gündogdu kam im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Gunnar Melms aus Osterburg, der es in der von vielen Zweikämpfen geprägten Partie nicht leicht hatte, ließ weiterspielen. Mit der ersten klaren Chance ging Optik in der 17. Minute in Führung. Nachdem Patrik Scholz und Till Wedemann abgeblockt wurden, traf Ekin Gündogdu aus der Drehung zum 1:0. In der 22. Minute ein Freistoß von Patrik Scholz, bei dem Torhüter Marc Stillenmunkes chancenlos gewesen wäre. Cihan Dogan klärte per Kopf auf der Linie. Nach der anschließenden Ecke fiel dennoch das 2:0. Andre Zielke spielte auf Till Wedemann, dessen scharfe Hereingabe bugsierte Ilter Senkaya zum Entsetzen seiner Mitspieler ins eigene Netz.

Nun wirkten die Gäste verunsichert. Für den FSV ergaben sich weitere Gelegenheiten. Beim Schuss von Ekin Gündogdu nach einer guten halben Stunde bekam Stillenmunkes den Ball erst im Nachfassen unter Kontrolle. Die erste gute Möglichkeit für die Kreuzberger erst in der 36. Minute: Bezeichnenderweise verpassten vier Akteure die Kugel, so dass Tim Berger beinahe selbst zum Unglücksraben wurde. Gerade noch so bekam Gökhan Aydin das Streitobjekt zu fassen. Die Schlusspunkte der ersten Hälfte setzten Hakan Cankaya, dessen Schuss Aydin hielt, und Andre Zielke, dessen Kopfball nach Freistoß am Tor vorbeiging.

Nach der Pause machten die Hauptstädter mehr Druck, wobei es die ersten Chancen für Rathenow gab. Sowohl beim Kopfball von Mario Manuel Delvalle Silva als auch beim Freistoß von Patrik Scholz reagierte Marc Stillenmunkes hervorragend. Die bis dahin klarste Möglichkeit für die Gäste vergab Hakan Cankaya nach knapp einer Stunde. Nach einem Missverständnis zog er alleine aufs Tor zu, schoss aber knapp drüber. Auch in der Folge blieb Cankaya aktivster Spieler. Einmal hielt Gökhan Aydin, ein weiteres Mal ging der Ball übers Tor.

Auf der Gegenseite ließ sich auch Stillenmunkes nicht mehr überraschen. Kam der Freistoß von Ekin Gündogdu noch genau in die Torwartecke, zeigte der Keeper beim Konter von Till Wedemann eine Klasseparade. Das machte zunächst auch Gökhan Aydin auf der anderen Seite, als er nach Pass von Fatih Yigitusagi gegen den freistehenden Rafet Ates geschickt den Winkel verkürzte. In der 72. Minute aber dann doch das 2:1: Beim Kopfball vom Oberligatorschützenbesten, Yigitusagi, zögerte der Optik-Keeper, so dass das Leder im linken Eck landete. Danach gab es für die knapp 300 Zuschauer eine spannende Schlussphase. Der bisherige Tabellendritte drückte die Gastgeber tief in die eigene Hälfte, ohne sich jedoch klare Chancen zu erspielen. Da beim letzten Konter Slim Jaballahs Direktabnahme übers Tor ging, blieb es beim 2:1. (D.N.)

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Thomas Herbst: „In der ersten Hälfte hatten aggressive und kampfstarke Rathenower Vorteile. Nach dem Eigentor war es schwer, aber wir blieben um den Anschluss bemüht. Geärgert habe ich mich über die indiskutable Schiedsrichterleistung. Er machte uns das Leben schwerer als Optik.“

Ingo Kahlisch: „Aufgrund der starken zweiten Halbzeit unserer Gäste war es am Ende ein glücklicher Sieg. Ich habe Türkiyem zweimal beobachtet und wusste, dass sie hervorragende Fußballer haben. Der Erfolg hing am seidenen Faden. Aber mit 14 Punkten sind wir auf Kurs Richtung Klassenerhalt.“

Dr. Hans-Jürgen Lemle: „Es war ein schwer erkämpfter Sieg. Vor dem 2:1 hatte Optik zwei Riesenchancen. Wenn einer davon reingeht, läuft die Sache entpannter. Zum Schluss musste man befürchten, dass das Spiel noch kippt. Aber aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg verdient.“

Optik-Fan Andre Struck: „Die erste Halbzeit war super. In der zweiten Hälfte war mehr Kampf im Spiel. Im Ganzen hatte der FSV das Spiel im Griff.“

Tore:
1:0 Gündogdu (17.)
2:0 Senkaya (22./Eigentor)
2:1 Yigitusagi (72.)

Aufstellung: Aydin – Berger, Delvalle, T. Lettow – Becker, Zielke (46. Kalan) – Gündogdu, Kellner (85. Kienle), Scholz, Jaballah – Wedemann (G / 85. Junior)