FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

ERSTER SIEG UNTER FLUTLICHT

Nach einer schwachen Anfangsphase gewinnt Optik gegen Altlüdersdorf mühevoll mit 3:1.

Das Flutlicht benötigte dank nagelneuer LED-Technik keine Anlaufzeit und war von Anfang an voll da. Ganz im Gegensatz zu den Optik-Kickern auf dem Rasen. Die verschliefen die ersten 20 Minuten komplett und hätten bereits nach wenigen Sekunden mit 0:1 hinten liegen können - Hegert scheiterte da per Kopf am Pfosten. Nur zwei Minuten später war es dann aber so weit, aus Nahdistanz netzte wiederum Hegert zur Gästeführung ein.

Als Wachmacher diente diese kalte Dusche jedoch nicht. Im Gegenteil, immer wieder hechelte Optik den schnellen und spielstarken Lila-Weißen hinterher und hätte sich zur Mitte der ersten Halbzeit über einen 0:3-Rückstand nicht beklagen dürfen. Wie aus dem Nichts und eher schmeichelhaft fiel in der 24. Minute das 1:1. Emre Turan hatte einen Leroy-Freistoß aus Nahdistanz über die Linie gestochert. Nun bekamen die Roten die Partie besser in den Griff, kurz vor der Pause scheiterte Süleyman Kapan im eins-gegen-eins an SVA-Torhüter Georgios Kitsos.

Mit dem Seitenwechsel kam Murat Turhan, der unter der Woche nicht trainieren konnte, in die Partie. Als zusätzliche Anspiel- und Verteilstation im Mittelfeld und nicht zuletzt natürlich als Vollstrecker. Gerade einmal acht Minuten auf dem Platz, lupfte Optiks Torjäger einen hängengebliebenen Schuss von Kapan über den Altlüdersdorfer Schlussmann zum 2:1 ins Netz.

In der 66. Minute schließlich versenkte er einen Strafstoß, nachdem Leroy von den Beinen geholt worden war, zum 3:1. Viel mehr Torgelegenheiten bekamen die etwa 500 Zuschauern nicht zu sehen. Altlüdersdorf stemmte sich zwar gegen die Niederlage, war aber nicht mehr so zwingend wie in den ersten 20 Minuten. Optik schaukelte das Ergebnis über die Zeit, tat sich aber trotz der Führung ungewohnt schwer.


Ingo Kahlisch: „Ich freue mich riesig, dass wir gewonnen haben. Aber mittlerweile kotzt es mich an, was wir für einen Fußball spielen. Es wird nicht das umgesetzt, was wir uns vornehmen. Es wird auf tiefem Boden gedribbelt, gefummelt und zu weit weg von den Gegenspielern gestanden. Wir bringen uns selber in Schwierigkeiten. Das ist nicht die Art und Weise von Fußball, die uns stark gemacht hat, so wird es in der weiteren Zukunft schwer. Es fehlt mir einfach die gnadenlose Konsequenz. Wir wollen aufsteigen, das ist klar, aber so würden wir in der Regionalliga jede Woche fünf Dinger kriegen, mit dieser Spielweise.

Dariusz Bucinski: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, besonders in der ersten Halbzeit. 25 Minuten waren wir richtig gut und hatten auch unsere Chancen. Schade, dass wir nur ein Tor geschossen haben. Wir haben ohne Angst, aber mit Respekt gespielt. Es ist Schade, dass wir keine Punkte mitnehmen konnten.“