FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

TESTSPIELSIEG GEGEN NEUSTRELITZ

Optik dreht im Test gegen die TSG Neustrelitz einen 0:2-Rückstand und gewinnt am Ende mit 4:3.

"Die Ordnung halten.“ Wer Optik-Trainer Ingo Kahlisch kennt, der weiß, dass dem Rathenower Übungsleiter taktische Disziplin sehr wichtig ist. So auch am Mittwochabend, als seine Mannschaft einen 0:2-Rückstand gedreht und mit 4:3 gegen die TSG Neustrelitz gewonnen hatte.

Immer wieder hatte Kahlisch in der zweiten Hälfte die taktische Ordnung eingefordert - mit Erfolg. „Es ist doch klar, dass für den Kopf auch mal ein Sieg wichtig ist“, ließ Kahlisch wissen.

Bereits vor dem Spiel hatte seine Mannschaft wieder einen intensiven Lauf absolviert, und dann gab es da noch zwei positive Meldungen. Jerome Leroy wird noch in dieser Woche der Gips am gebrochenen Finger abgenommen und bekommt eine Schiene. Optiks Kapitän wird also zeitnah wieder ins Training einsteigen können. Des Weiteren wurde Abwehrspieler Julian Ringhof ein weiteres Mal an der mal an der Hüfte operiert. „Bei ihm dauert es zwar noch wesentlich länger, aber die OP ist positiv verlaufen“, freute sich der Rathenower Trainer.

Eine Hiobsbotschaft musste er dennoch hinnehmen. Der Ausfall von Marcus Stachnik wird sich deutlich verlängern. „Es hat sich bei einer weiteren Untersuchung herausgestellt, dass der Fuß doch gebrochen ist. Ich muss weitere vier Wochen einen Spezialschuh tragen. Danach wird es sicherlich aber noch etwas dauern, bis ich trainieren kann“, so der Defensiv-Akteur.

Zurück zum Testspiel. Die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern legten mit viel Schwung los. Bereits nach 20 Minuten hatten Cliff Uyimwen (aus Nahdistanz) und Arjan Duraj, per abgefälschtem Distanzschuss, die TSG mit 2:0 in Führung geschossen. „Da habe ich schon mit schlimmerem gerechnet, aber mein Team hat sich danach gefangen“, so Kahlisch.

Folgerichtig kam der FSV Optik zum Anschluss. Nii Weber hatte nach einem abgeblockten Freistoß flach ins Eck getroffen (25.). Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, so dass klare Torgelegenheiten Mangelware waren.

In der Pause mahnte Ingo Kahlisch an, dass sein Team schneller vor das gegnerische Tor kommen müsse, um den Gegner vor Probleme zu stellen. Und seine Spieler hatten offensichtlich richtig gut hingehört. Kurz nach dem Seitenwechsel kam Murat Turhan an den Ball, versetzte seinen Gegenspieler und traf überlegt zum 2:2-Ausgleich (46.).

Wieder nur zwei Minuten später war es erneut Turhan, der nach einer Ecke goldrichtig stand und den Ball zum 3:2 über die Linie bugsierte. Doch damit nicht genug. Wenig später wurde Askin Yildiz im Strafaum gelegt und Turhan erhöhte vom Elfmeterpunkt zum 4:2.

Danach fingen sich die Gäste. Dennoch war Gäste-Trainer Achim Hollerieth nicht zufrieden. „Haltet doch endlich die Positionen. Es ist doch hier kein Wunschkonzert“, rief der TSG-Trainer seiner Mannschaft lautstark zu. Zwar verkürzte sein Team noch durch Assinouko auf 3:4, für mehr sollte es aber nicht reichten. Im Gegenteil, die letzen Chancen hatte der FSV. Turhan, Emre Turan und Yildiz verpassten aber die endgültige Entscheidung.

„Die Jungs haben das gut gemacht“, so der knappe Kommentar von Ingo Kahlisch zum Spiel. Am Samstag testen die Rathenower dann beim BFC Dynamo. Der Anstoß erfolgt um 13 Uhr.