>> Eine der vergebenen Torchancen: Till Wedemann verfehlt nach Flanke von Patrik Scholz per Kopf (QuickTime-Video, 2.9 MB)">

FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

BITTERES UNENTSCHIEDEN GEGEN LUDWIGSFELDE

Ganze zwei Minuten haben Optik heute gegen den Ludwigsfelder FC zum ersten Heimsieg gefehlt. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der die Rathenower so ihre Probleme mit der aggressiven Spielweise der Gäste hatten (O-Ton Kahlisch: "Da haben wir wieder Kinderfußball gespielt"), erkämpfte sich der FSV nach dem Seitenwechsel ein Übergewicht und kam in der 62. Minute zum verdienten 1:0 durch Ekin Gündogdu. In der Folge erspielte sich Optik weitere hochkarätige Chancen und hätte 2-oder gar 3:0 führen müssen. Stattdessen kam es wie so oft im Fußball: Die einzige echte Torchance des LFC in der zweiten Hälfte verwertete Routinier Maik Eidtner zwei Minuten vor Schluss nach einem gut gespielten Konter zum bitteren 1:1, über das sich Optiks Trainer maßlos ärgerte: "Da haben wir uns taktisch schlecht verhalten. Das war Kreisklasse."

>> Eine der vergebenen Torchancen: Till Wedemann verfehlt nach Flanke von Patrik Scholz per Kopf (QuickTime-Video, 2.9 MB)

Ekin Gündogdu (links) staubte in der 62. Minute zur 1:0-Führung ab

Ganze zwei Minuten haben Optik heute gegen den Ludwigsfelder FC zum ersten Heimsieg gefehlt. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der die Rathenower so ihre Probleme mit der aggressiven Spielweise der Gäste hatten (O-Ton Kahlisch: "Da haben wir wieder Kinderfußball gespielt"), erkämpfte sich der FSV nach dem Seitenwechsel ein Übergewicht und kam in der 62. Minute zum verdienten 1:0 durch Ekin Gündogdu. In der Folge erspielte sich Optik weitere hochkarätige Chancen und hätte 2-oder gar 3:0 führen müssen. Stattdessen kam es wie so oft im Fußball: Die einzige echte Torchance des LFC in der zweiten Hälfte verwertete Routinier Maik Eidtner zwei Minuten vor Schluss nach einem gut gespielten Konter zum bitteren 1:1, über das sich Optiks Trainer maßlos ärgerte: "Da haben wir uns taktisch schlecht verhalten. Das war Kreisklasse."

Der Spielbericht aus der MAZ:

Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Zufrieden zeigten sich beide Trainer nicht. Ludwigsfeldes Trainer Volker Löbenberg – vor gut 25 Jahren selbst Spieler in Rathenow – monierte die Zweikampfführung seines Teams. Sein Gegenüber Ingo Kahlisch kritisierte seine Mannen ähnlich. Chancen waren selten. Bei Optik scheiterte Till Wedemann nach einer Viertelstunde zunächst an Torwart Robert Petereit um im Nachschuss das Außennetz zu treffen. Dann hatte Ludwigsfelde Glück als sie nach gut einer halben Stunde den Ball nicht raus, Rathenow ihn aber auch nicht ins Tor bekam. Die beste Möglichkeit hatte im Gegenzug Christoph Ghesquier, der freistehend Gökhan Aydin den Ball in die Arme köpfte.

Im zweiten Durchgang übernahm der FSV das Kommando. Folgerichtig fiel nach 62 das 1:0. Nach zu kurzer Abwehr nach einem Freistoß stand Ekin Gündogdu goldrichtig und staubte ab. Das kurze Aufbäumen der Gäste ließ Optik verpuffen und erarbeitete sich weitere gute Gelegenheiten. Doch die Angriffe wurden zum Teil nicht konsequent ausgespielt (Pfefferkorn, 75.). Und der gerade eingewechselte Dejan Kalan ging mit seiner ersten Ballberührung allein auf Petereit zu. Doch der verkürzte zuerst geschickt den Winkel und bekam dann eben noch die Fingerspitzen an den Schuss. Auch die Kopfbälle von Andre Zielke (79.), Till Wedemann (80.) und Mathias Lettow (81.) verfehlten knapp das Gehäuse. Dann die 89. Minute: Der FSV war weit aufgerückt. Ricardo Franke leitete den einzig sehenswerten LFC-Angriff der zweiten Hälfte ein. Er bediente den in der Mitte mitgelaufenen Maik Eidtner, der den FSV "für taktisch schlechtes Verhalten bestrafte" (Kahlisch).

Tore:
1:0 Gündogdu (62.)
1:1 Eidtner (89.)

Aufstellung:
Aydin - Delvalle, Szabo, M. Lettow (G) - T. Lettow, Zielke (G) - Gündogdu, Kellner, Scholz - Wedemann (G), Pfefferkorn (78. Kalan)


Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Volker Löbenberg: "In der ersten Halbzeit hatten wir zuviel Respekt. Wir wollten mehr Entlastung, mehr Torchancen, mehr Zweikämpfe. Ein Kompliment an die Moral meiner Mannschaft, sie hat nie aufgesteckt. Ich bin mit dem Punkt zufrieden."

Ingo Kahlisch: "In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Zum Schluss war es richtig spannend. Beim Gegentor sind wir bestraft worden, wir müssen noch einiges lernen. Aber es war wieder ein Punkt in Richtung Klassenerhalt."

Jürgen Vogeler: "Schade, ich hatte mit einem Sieg gerechnet. In der zweiten Hälfte war Optik Vorne an. Es war ein unglückliches Unentschieden."

Optik-Fan Torsten Schulz: "Es war ein unverdienter Punkt für Ludwigsfelde. Mit einer Torchance haben sie ein Tor gemacht, aus Rathenower Sicht total unnötig. Aber, wer die Dinger nicht macht, bekommt meistens noch eine rein."