FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

"KEIN GRUND, DEN KOPF HÄNGEN ZU LASSEN"

Geht man allein vom Ergebnis aus, dann ist der Rathenower Saisonauftakt mit dem 1:2 gegen die TSG Neutrelitz daneben gegangen. Bei näherer Betrachtung fällt das Fazit so negativ jedoch nicht aus. Die meiste Zeit war Optik gegen starke Gäste ebenbürtig. Letztlich war es eine zwanzigminütige Schlafeinlage nach der Halbzeitpause, die die Neustrelitzer eiskalt ausnutzten.

Geht man allein vom Ergebnis aus, dann ist der Rathenower Saisonauftakt mit dem 1:2 gegen die TSG Neutrelitz daneben gegangen. Bei näherer Betrachtung fällt das Fazit so negativ jedoch nicht aus. Die meiste Zeit war Optik gegen starke Gäste ebenbürtig. Letztlich war es eine zwanzigminütige Schlafeinlage nach der Halbzeitpause, die die Neustrelitzer eiskalt ausnutzten.

Die Zuschauer wurden von Beginn an gut unterhalten. In den ersten 25 Minuten sahen 400 Schaulustige ein offensiv geführtes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. "Da hätte es allemal 2:1 für Rathenow stehen können", so Neustrelitz' Coach Lothar Hamann. Danach sortierten sich die Gäste besser und ließen ebenso wie die Rathenower Defensivreihe keine weiteren Chancen zu. Ingo Kahlisch zeigte sich denn auch zufrieden mit der ersten Hälfte: "Das war recht ordentlich", resümierte er, während sein Gegenüber froh war, "dass wir in der Halbzeit ein 0:0 hatten".

Direkt nach dem Seitenwechsel folgte die kalte Dusche für den FSV: Der diesjährige Torschützenkönig der Berliner Verbandsliga, Benjamin Gaudian, konnte in der Mitte unbedrängt eine Eingabe zum 0:1 über die Linie drücken. Mit dem Rückstand verlor Optik völlig den Faden. Die Roten bekamen plötzlich kein Bein mehr auf den Boden. Und zu den vielen Fehlpässen gesellten sich eklatante Fehler im Abwehrbereich. Die cleveren Gäste ließen sich nicht zweimal bitten, erhöhten weiter den Druck und kamen durch einen Distanzschuss, den Gökhan Aydin noch durch die Hosenträger rutschen ließ, zum verdienten 0:2. Torschütze war Salvatore Rogoli.

Danach hatte die TSG das Spiel laut ihres Trainers "eigentlich im Griff. Da hätten wir das 3:0 machen müssen. Aber es war ja klar, dass es nochmal ganz heiß wird, wenn das 1:2 fällt". Eben dieses Tor fiel in der 79. Minute: Patrik Scholz hatte einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter verwandelt. Dabei war der Anschlusstreffer nicht unverdient gefallen. Etwa ab der 70. Minute hatten sich die Rathenower noch einmal aufgerafft. Angetrieben von den Fans und Ingo Kahlisch spielten sie nun mit mehr Risiko und schafften es, die Neustrelitzer zurück zu drängen. Kurz vor Schluss hatte dann Daniel Pfefferkorn auch das 2:2 auf dem Fuß, doch versagten dem 18-jährigen die Nerven. So blieb es beim letztlich verdienten 2:1-Sieg der Gäste.

TSG-Coach Lothar Hamann: "Am Ende sind wir nach dem schweren Pokalspiel gegen Karlsruhe froh und glücklich über diesen glücklichen Sieg."

Ingo Kahlisch: "Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Ich habe immer gesagt, es gibt hier keine Wunderdinge. Wir wissen jetzt, wo wir stehen und wo unsere Probleme sind. Die hat man nach der Halbzeitpause gesehen. Da hatten wir eine Schlafphase, die eine Klasse höher nunmal bestraft wird. Bei einem 0:2 ist es natürlich schwer gegen eine so robuste Truppe mit großen Spielern hintendrin. Aber wir sind nochmal zurück gekommen, haben alles gegeben und haben auch die Riesenchance durch Daniel Pefferkorn." Einen Vorwurf wollte Ingo Kahlisch seinem Stürmer aber nicht machen: "Der Junge ist ja erst 18 Jahre." Zu guter Letzt äußerte sich Optiks Coach sehr zufrieden über die Schiedsrichterleistung.

Tore:
0:1 Gaudian (47.)
0:2 Rogoli (55.)
1:2 Scholz (79.)

Aufstellung:
Aydin – Delvalle (65. M. Lettow), Szabo, T. Lettow – Zielke, Kienle – Gündogdu (71. Becker), Kellner, Scholz (G) – Wedemann (71. Kalan), Pfefferkorn