FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

MIT EINEM PUNKT VERABSCHIEDET

Nach einem Blitzstart und früher 1:0-Führung spielt Optik am Ende gegen starke Schöneicher nur 1:1.

"Ich war gerade in der Gästekabine und habe den Jungs zum verdienten Punkt gratuliert", diese eher ungewöhnliche Eröffnung wählte Ingo Kahlisch für sein Statement bei der Pressekonferenz. Sehr engagierte Germanen errannten und erkämpften sich in Rathenow ein 1:1.

Nein, es reicht derzeit nicht beim FSV. Um sich ganz weit oben halten zu können, dazu fehlt schlichtweg die Kraft. Eine Folge der mangelnden Trainingsbeteiligung, teilweise natürlich auch aus objektiven Gründen. Und dabei begann es optimal für Optik. Dragan Erkic gelang mit einem wunderschönen Schuss in den Winkel die frühe Führung. Aber Rathenow bekam keine Ruhe, keine Struktur in die Aktionen. In der Mitte war ohnehin kein Durchkommen. Die Innenverteidigung war zweifellos das Prunkstück der Gäste. Wenn überhaupt Gefahr aufkam, dann bei den viel zu selten vorgetragenen Vorstößen über außen. So auch nach einer halben Stunde, als Marc Langner von rechts in den Strafraum eindringend, durch Nico Klockzien gefoult wurde. Schiedsrichter Dominic Koch aus Wismar, der auf jeden Fall weniger Fehler machte, als die Spieler, entschied auf Strafstoß. Daniel Klose ahnte die Ecke, und parierte den von Murat Turhan nicht sonderlich scharf getretenen Elfmeter. Gleich darauf zeichnete sich Klose beim Direktschuss von Süleyman Kapan nochmals aus.
In der zweiten Hälfte hatte Germania den besseren Start. Marc Langner kam gegen Moritz Borchardt einen Schritt zu spät, auch der Elfmeter ging in Ordnung. Christopher Skade verwandelte zum 1:1. Optik wirkte nun endlich engagierter, aber viele leichte Ballverluste im Spielaufbau verhinderten mehr Druck. Einige Gelegenheiten gab es dennoch. Dragan Erkic knapp vorbei, Murat Turhan per Kopf (Klose hält), Semir Duljevic ans Außennetz und nochmal Turhan aus der Drehung - wieder tolle Parade von Daniel Klose. Auf der anderen Seite musste sich Bjarne Rogall bei einem Freistoss von Dominik Tuchtenhagen ganz lang machen. Kurz vor Schluss musste zu allem Unglück auch noch Marc Langner nach seinem zweiten Foul mit Gelb/Rot vom Platz. So endete die doch so erfolgreich Hinrunde mit einer Enttäuschung.

Franz Fitkau, zuvor 90 Minuten einer der Besten bei Germania, schnaufte erst mal durch: "Puh, das wear anstrengend! Ich bin unglaublich stolz, wie alle in unserer aktuellen Situation in den letzten Wochen mitgezogen haben. Man kann sich einen besseren Start vorstellen, danach war es extrem schwer. Aber wir haben gegengehalten und hatten auch das Quäntchen Glück beim Elfmeter. In der zweiten Halbzeit hatten wir den besseren Start auf unserer Seite. Dann kam eine Phase, wo wir richtig gefordert wurden, konnten aber erneut dagegen halten. Wie gesagt, ich bin unglaublich stolz auf die Truppe."

Ingo Kahlisch: "Ich war gerade in der Gästekabine und habe den Jungs zum verdienten Punkt gratuliert. Sie waren sehr engagiert. Bei uns waren einige Erwartungen doch schon viel zu hoch. Es ist noch eine Masse zu tun, aber das hat sich in den letzten drei, vier Wochen schon angedeutet. Wir haben 31 Punkte erreicht, das soll kein Schönreden sein. Klar ist aber auch, wer oben mit dranbleiben will, muss einfach im Training mehr investieren. Schöne Weihnachten."

RATHENOW: Rogall - Langner (88. G/R), Turan, Wilcke, Kapan - Leroy, Ucar (78. Wasaki) - Duljevic (74. Aslan), Lindau, Erkic - Turhan (G)

SCHÖNEICHE: Klose - Kulecki (G), Gruner, Fitkau, Klockzien (G) - Tuchtenhagen (G), Vogt (G/81. Beyer) - Reischert (88. Kühnel), Istvanic, Borchardt (G)- Skade (90.+1 Hentschel)

Tore:
1:0 Dragan Erkic (4.)
1:1 Christopher Skade (49.)