FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

VIERTER SIEG IN FOLGE

Optik gewinnt in Schwerin mit 3:1 und rückt vorläufig auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Trotz des vierten Oberliga-Sieges in Folge, die ganz großen Jubelszenen blieben am Samstagnachmittag aus. Stattdessen ein eher nüchternes Fazit von Ingo Kahlisch: "Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir uns eindeutig noch verbessern müssen."

In der Tat zeigte der FSV beim Aufsteiger aus Mecklenburg eine eher mäßige Vorstellung - gemessen sicherlich auch an den inzwischen gestiegenen Ansprüchen nach zuletzt 16 erzielten Toren in den letzten drei Punktspielen und phasenweise begeisternden Spielen.

In Schwerin war das Team davon weit entfernt. Nach reichlich zähem Abtasten mit etwas mehr Ballbesitz für den Gastgeber gab es die erste gefährliche Offensivaktion nach 16 Minuten: Viktor Lindau steckte im Strafraum durch auf Dragan Erkic, der aus dem Nichts zum 0:1 einsetzte.

Optik danach zwar besser im Spiel, allerdings zunächst ohne torgefährlich zu werden. Stattdessen ließ auf der Gegenseite Folarin Rathenows Abwehr alt aussehen, zielte aber genau auf Bjarne Rogall. Dies sollte auch die letzte halbwegs torgefährliche Aktion der Hausherren in Halbzeit eins bleiben.

Stattdessen war in der 37. Minute wieder der FSV dran - und wie: Ein von Cihan Ucar getretener Eckball wurde geklärt und landete direkt wieder bei Ucar, der volley abzog und den Ball von der Strafraumgrenze aufs Tor prügelte, wo dieser mitsamt Torhüter zum 0:2 im Netz landete.

Und dann war da natürlich noch Murat Turhan: Nachdem er in der 40. und 42. Minute zweimal knapp gescheitert war, glänzte Optiks Toptorjäger schließlich als Vorbereiter: Seine Vorlage schlenzte Semir Duljevic in der 45. Minute zum 0:3 ins linke obere Eck.

Als Fazit der ersten Hälfte blieb, dass Optik nicht viel mehr machte als nötig und sich vor dem Tor eiskalt zeigte. Über die zweite Halbzeit deckt man wohl lieber den Mantel des Schweigens. Die Rathenower verloren nun nicht nur ihre spielerische Linie sondern auch die taktische Ordnung. Folgerichtig und nicht unverdient fiel in der 78. Minute der 1:3-Anschlusstreffer durch Kaminski nach dem schönsten Spielzug der Partie.

Viel mehr passierte allerdings nicht und so blieben am Ende neben drei gewonnenen Punkten auch die ersten 25 Minuten Spielpraxis für Süleyman Kapan und die nagelneuen weißen Auswärtstrikots in Erinnerung. Aber auch Ingo Kahlisch konnte dem Spiel noch eine positive Erkenntnis abgewinnen: "Den Klassenerhalt, den wir uns vorgenommen haben, werden wir höchstwahrscheinlich schaffen."

Ingo Kahlisch: "Unsere Entwicklung war in den letzten Spielen sehr positiv. Aber man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir uns eindeutig noch verbessern müssen und cleverer spielen müssen. Wir hätten da nicht so viele Chancen zulassen dürfen. Aber man hat natürlich auch gesehen, dass wir vorne eine gewisse Qualität haben. Ich denke, den Klassenerhalt, den wir uns vorgenommen haben, werden wir höchstwahrscheinlich schaffen."

Enrico Neitzel: "Die Umstände waren natürlich nicht die besten, um in dieses wichtige Spiel zu starten. Wir haben uns viel vorgenommen, aber Rathenow macht aus vier Chancen drei Tore. Wenn Ucar das 0:2 so wollte, hat er das super gemacht. Mit einem 0:3-Rückstand war es dann natürlich schwer, aber ich denke, dass wir auf die zweite Halbzeit aufbauen müssen und werden."

Video vom Spiel

Pressekonferenz

OPTIK: Rogall (G) - Wilcke, Langner, Turan, Boachie (G / 63. Dülek) - Ucar, Lindau (66. Kapan) - Erkic, Leroy, Duljevic (70. Weber) - Turhan (G)

Tore:
0:1 Erkic (16.)
0:2 Ucar (37.)
0:3 Duljevic (45.)
1:3 Kaminski (78.)