FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

LANDESPOKAL

PFLICHTAUFGABE ERFÜLLT

Mit einem 7:0-Sieg beim BSC Fortuna Glienicke zieht Optik souverän in die Zweite Runde des Landespokals ein.

Foto: Archiv

"Pflichtaufgabe erfüllt." Das Statement von Trainer Kahlisch war kurz. Ohne zu glänzen, zog der FSV Optik in die zweite Runde des Landespokals ein. Der BSC Fortuna Glienicke war ein freundlicher Gastgeber in einem angenehmen Umfeld, sportlich war der Achtligist erwartungsgemäß deutlich unterlegen.

"Schreib das ganz groß!" Einer war mal so richtig zufrieden. Marcel Subke, vor Jahren vom Posten des Keepers auf den des Torwarttrainers gewechselt hat noch einmal der sportliche Ehrgeiz gepackt. Und am Samstag hatte er es nun endlich, sein 100. Pflichtspiel für Optik. Ganz zu Beginn musste er auch eingreifen, beim langen Pass auf Pascal Müller war Subke rechtzeitig draußen.

Der Kreisoberligist, der auf seiner kleinen, aber feinen, sauberen Anlage alles perfekt organisiert hatte, stand in der Auftaktviertelstunde nicht nur hinten drin. Rathenow hatte schon Feldvorteile, brauchte aber etwas Zeit, sich durch die Defensive zu spielen.

Als dann aber Murat Turhan nach guter Ballannahme und -behauptung zum 0:1 einschob, ging es ganz schnell. Dragan Erkic (platziert) und Martin Weber (erstes Pflichtspieltor durch Temposolo nach Balleroberung an der Mittellinie) sorgten innerhalb von sechs Minuten für die Entscheidung.

Wie so oft, plötzlich wollte jeder ein Tor schießen. Die Abwehr des FSV zeigte Auflösungserscheinungen, wodurch Pascal Müller zweimal allein vor dem Kasten stand. Einmal rechts, einmal links vorbei - der Fortunaangreifer war der tragische Held des Spiels. Zwischen beiden Möglichkeiten hatte Dragan Erkic auf der Gegenseite aus Nahdistanz auf 0:4 erhöht.

Die zweite Hälfte begann mit zwei schnellen Toren von Cihan Ucar. Einmal mit viel Glück, sein Fernschuss wurde unhaltbar abgefälscht, einmal mit Überlegung durch Einlaufen im richtigen Moment.

Danach fanden die vielleicht 15 Rathenower Anhänger unter den 105 Zuschauern bei Steaks, Käsetorte und Eierkuchen wahrscheinlich bessere Unterhaltung, als beim Blick auf den Kunstrasen. Viele Unkonzentriertheiten, viele Einzelaktionen - typisch für ein frühzeitig entschiedenes Pokalspiel.

Letzter Höhepunkt war das 0:7 durch Murat Turhan. Nicht weil er den Ball einköpfte, das erwartet man vom Langen ja eigentlich, wenn er so frei steht. Nein, diese Szene offenbarte einen Akteur, der sich wirklich als Sieger fühlen durfte. Die Flanke zum Treffer kam vom in der Vorbereitung lange verletzten Caga Aslan. Erstmals über 90 Minuten dabei, gelangen ihm damit gleich vier Torvorlagen! Nur mit den eigenen Chancen wollte es nicht klappen, doch da befand er sich in guter Gesellschaft. Benny Wilcke, Murat Turhan und Arda Dülek hätten locker für ein zweistelliges Resultat sorgen können.

Viel ärgerlicher waren aber die beiden Verwarnungen, die bei solch klarem Ergebnis so was von unnötig waren. Am Ende blieb es beim 0:7, was wie eingangs erwähnt, zumindest beim Torhüter für Glücksgefühle sorgte.

Mit nur zwei Worten wollte Ingo Kahlisch die erste Runde dann aber doch nicht abhaken: "Wir sind weiter, das ist das Wichtigste. Es gab mir aber viel zu viele Unzulässigkeiten. Ich weiß, das die Mannschaft viel mehr kann und dass sie das auch zeigen wird."

OPTIK: Subke - Bahr, Turan (G), Langner, Wilcke - Ucar, Lindau (46.Leroy) - Weber (54.Dülek), Erkic (46.Boachie/G), Aslan - Turhan

Tore:
0:1 (20.) Turhan
0:2 (24.) Erkic
0:3 (26.) Weber
0:4 (39.) Erkic
0:5 (50.) Ucar
0:6 (52.) Ucar
0:7 (70.) Turhan