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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

WIE AUS EINEM GUSS: OPTIK GEWINNT 6:1 IN LAUBSDORF

Mit 6:1 und einer beeindruckenden Vorstellung hat der FSV Optik in Laubsdorf gewonnen. Die Rathenower erspielten sich um Chance um Chance und hätten das Ergebnis durchaus noch höher schrauben können. Die drei Doppeltorschützen hießen Patrik Scholz, Daniel Pfefferkorn und Junior. >> Bilder vom Spiel

Pünktlich mit Beginn des Spiels zogen dunkle Wolken über dem Laubsdorfer Sportplatz auf. Und das Spiel drohte sich zunächst den Wetterverhältnissen anzupassen: Optik zwar dominant, aber noch ohne spielerische Linie; die Lausitzer darauf bauend, den Spitzenreiter mit harter Zweikampfführung beeindrucken zu können. Schön anzusehen war dies alles zunächst nicht. Doch das sollte sich nach dreizehn Minuten schlagartig ändern: Nach einer schönen Kombination über Kienle und Junior hatte Laubsdorfs Poser mit den Zehenspitzen vor'm einschussbereiten Pfefferkorn gerettet. Keine Minute später verfehlte Kellner mit einem Distanzschuss von der Strafraumgrenze hauchdünn.

Der FSV wirbelte die Blau-Gelbe Abwehr nun regelrecht durcheinander und es schien nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde. Beim Freistoß von Kienle in der 21. Minute versperrte zwar noch der Pfosten den Weg ins Netz, doch zwei Minuten später war es dann soweit: Von Kienle im Strafraum freigespielt, hatte Scholz direkt weitergeleitet auf Junior, der nicht lange fackelte und den Ball zum 0:1 ins lange Eck hämmerte. Mit dem Rückstand schienen auch die Gastgeber aufgewacht, die nun ebenfalls das ein oder andere Mal in Richtung Optik-Tor machierten, aber letztlich an der Abwehrreihe um Käpt'n Szabo nicht vorbei kamen. Lediglich ein direkter Freistoß in der 28. Minute, den Gökhan Aydin allerdings im Nachfassen sicher hatte, brachte Gefahr. Im Gegenzug klatschte der Ball ein zweites Mal ans Laubsdorfer Gebälk - Patrik Scholz war nach Vorarbeit von Pfefferkorn der Absender.

Die Wolken hatten inzwischen der Sonne Platz gemacht und es entwickelte sich nun ein attraktives Spiel ganz nach dem Geschmack der Zuschauer - vor allem dem der 40 mitgereisten Rathenower Anhänger. Kurios das 2:0 - ein als Flanke gedachter Ball von Pfefferkorn wurde mit Unterstützung des Windes immer länger und senkte sich hinter dem chancenlosen Kallenbach ins Netz. Kurz zuvor konnte der Laubsdorfer Keeper noch retten, als ebenfalls Pfefferkorn frei vor ihm aufgetaucht war, aber der Schlussmann reagierte glänzend. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die halbe Gelegenheit der Gastgeber in der 45. Minute, denn es sollte für lange Zeit die letzte bleiben: An einer Becker-Ecke segelte Kurzawa per Kopf haarscharf vorbei.

Nach dem Seitenwechsel machte Optik sofort Nägel mit Köpfen. Ein Scholz-Freistoß in der 49. Minute schlug direkt neben dem rechten Pfosten zum 0:3 ein. Dem 0:4 ging eine sehr gute Vorarbeit von Junior voraus, der sich über rechts durchgesetzt hatte und dann in die Mitte zu Scholz gab, der nur noch vollenden mußte. Beim 0:5 verwertete Junior eine Hereingabe von Thomas Lettow mit einem satten Schuss. Patrik Scholz hätte eine Minute später erhöhen können, wurde aber von Kallenbach gelegt. Dass die Pfeiffe stumm blieb, war bei diesem Spielstand ganz gut zu verkraften. Das 0:6 fiel stattdessen aus dem Spiel heraus: Der wieder etliche Kilometer abspulende Pfefferkorn reagierte bei einem abgewehrten Schuss von Mathias Lettow am schnellsten und staubte ab.

Nach dem 0:6 gab es noch ein halbes Dutzend Chancen, das Ergebnis höher zu schrauben. Allein zweimal kollidierte der Ball noch mit dem Pfosten, einmal bei einem Gündogdu-Freistoß und dann, als Berger nach schöner Vorarbeit von Jahn den Ball aus Nahdistanz ans Metall bugsierte. Dass den Gastgebern in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer gelang - Schneider taf per Volleyschuss - wurmte nicht nur Trainer Ingo Kahlisch, auch Göhkan Aydin faltete seine Vorderleute noch einmal kurz zusammen. Doch dann war Schluss und der Rest war nur noch feiern...

...zumindest bei den Fans. Ingo Kahlisch ließ sich auch mit neun Punkten Vorsprung bei noch vier ausstehenden Spielen nicht zum vorzeitigen jubelieren hinreißen: "Neun Punkte Vorsprung. Wir bleiben immer noch bescheiden und ruhig und wollen am Sonnabend zu Hause gewinnen. Feiern können wir, wenn rechnerisch alles klar ist." Doch ins Schwärmen geriet der Coach dann doch noch - über die Leistung seines Teams: "Die Jungs waren heute alle top, ich möchte da eigentlich niemanden herausheben. Die Mannschaft hat gewußt, worum es geht. Hier war heute einfach ein Klassenunterschied zu sehen. Für diese Liga haben wir, denke ich, einen Top-Fußball gespielt."

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Aufstellung:
Aydin - Delvalle, Szabo, M. Lettow - T. Lettow (70. Jahn), Gündogdu, Kellner (77. Berger), Scholz, Kienle - Junior (67. Kalan), Pfefferkorn

Tore:
0:1 Junior (23.)
0:2 Pfefferkorn (41.)
0:3 Scholz (49.)
0:4 Scholz (60.)
0:5 Junior (65.)
0:6 Pfefferkorn (73.)
1:6 Schneider (90.)