FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

OPTIK ZEIGT MORAL UND ALTE SCHWÄCHEN

Trotz 0:3-Rückstands kämpft sich Optik zurück ins Spiel gegen den Oranienburger FC.

Nur wenige Sekunden waren gespielt, da stand Yusaku Wasaki nach toller Vorarbeit von Marcel Bahr frei vor dem Tor, zielte aber etwas zu hoch. Dies schien gleichzeitig aber der Weckruf für die Gäste aus Oranienburg gewesen zu sein, denn nur eine gute Minute später erzielte Felipe Neves nach einem Konter das 0:1. Und es sollte noch schlimmer kommen – Norman Guski konnte die Führung der Gäste bis zur 20. Minute mit zwei Treffern auf 0:3 erhöhen.

Nach teilweise desolaten Abwehraktionen fühlten sich die ersten Zuschauer bereits an das Spiel bei Herthas U23 erinnert – aber Optik gewann langsam die Kontrolle üer das Spiel. Daraus resultierte in der 25. Minute auch der 1:3-Anschlusstreffer durch Kwasi Boachie, nach einer flachen Hereingabe von Jerome Leroy. Optik, nun immer stärker ins Spiel kommend, konnte nun fast nur noch durch Fouls gestoppt werden. Eines davon führte im Anschluss zu einer Rangelei, woraufhin Ingo Kahlisch Kwasi Boachie vom Platz nehmen musste, um ihn vor sich selbst zu schützen.

Vor allem der agile Dragan Erkic, der später noch zum Mann des Spiels werden sollte, war kaum vom Ball zu trennen. Kurz vor der Halbzeitpause belohnte er sich schließlich mit einem Doppelschlag und glich das Spiel für Optik aus. Viel hätte nicht gefehlt und Erkic hätte sich binnen drei Minuten zum Hattrick geschossen und Optik erstmals in Führung gebracht. Es fehlten schließlich die berüchtigten paar Zentimeter. Erkic hatte bereits den Torhüter ausgespielt, zielte dann aber zu genau und setzte den Ball an den Pfosten. Trotzdem, Optik hat sich zurück ins Spiel gebracht und damit Moral bewiesen!

Nach dem Wiederanpfiff zeigte Optik aber erneut die bekannten Schwächen in der Defensive. Nach einer Ecke der Gäste kurz nach der Pause, bekam Optik den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum und ließ den Gegner durch Deion Nassar erneut in Führung gehen.

Was folgte hatte weniger mit Fußball zu tun, sondern mehr mit Judo. Immer wieder brachten die Gäste Optiks Spieler grob zu Fall. Dadurch drohte die Stimmung zu kippen und es gab immer wieder Nickeligkeiten auf dem Platz. Erst in den letzten zwanzig Minuten besannen sich die Kicker beider Teams wieder auf das Hauptsächliche. Vor allem Optik suchte jetzt vermehrt den Weg zum Tor. Erkic war es schließlich, der mit seinem dritten Treffer des Nachmittags, auf Zuspiel Wasakis, den erneuten Ausgleich erzielen konnte.

Im Anschluss rannte Optik weiter aufs Tor der Oranienburger an, konnte den Siegtreffer jedoch nicht mehr erzielen. Die größte Chance dazu hatte – wer sonst – Erkic, der fünf Minuten vor dem Abpfiff freistehend den Gäste-Torwart anschoss.

Ingo Kahlisch gab nach dem Spiel zu verstehen, dass nach zuletzt vielen erfolgreichen Jahren, nun eine sehr schwere Saison auf den FSV wartet. Diese startet bereits am kommenden Samstag um 14:00 Uhr in der Bundeshauptstadt beim Aufsteiger und erneuten Aufstiegsaspiranten VSG Altglienicke.

Tore:
0:1 Neves Fraga (4.)
0:2 Guski (10.)
0:3 Guski (20.)
1:3 Boachie (25.)
2:3 Erkic (42.)
3:3 Erkic (43.)
3:4 Nassar (54.)
4:4 Erkic (80.)