FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

VORNE HUI, HINTEN PFUI

Beim 3:2-Testspielsieg in Neuruppin überzeugte Optik offensiv, vernachlässigte aber die Abwehrarbeit.

Viktor Lindau traf in Neuruppin zur 2:1-Führung.

Zweiter Brandenburgligist, zweiter Sieg. Wie schon in Brandenburg, gewann der FSV Optik auch in Neuruppin mit 3:2. Während das beim FC Stahl noch glücklich war, fiel der Erfolg beim MSV eher zu niedrig aus.

Neben dem noch angeschlagenen Jerome Leroy fielen arbeitsmäßig auch Bjarne Rogall und Murat Turhan aus. Die umgestellte Elf des FSV begann geradlinig, kraftvoll und durchaus mit Spielintelligenz. Als Dragan Erkic in der 12. Minute mit einem 18-Meter-Flachschuss ins linke untere Eck erfolgreich war, hatten er selbst, Martin Weber und Kwasi Boachie schon drei verheißungsvolle Möglichkeiten ausgelassen.

Gegen die Rathenower Überlegenheit stemmte sich vor allem Neuruppins Kapitän, Marcel Weckwerth. Er war es auch, der Erich Marschner im Optik-Tor erstmals ernsthaft prüfte. Das erwies sich zunächst nur als Strohfeuer, der FSV blieb klar besser. Mit schnellem Flügelspiel wurde die Abwehr der Gastgeber ein ums andere Mal düpiert. Um so überraschender fiel nach einer knappen halben Stunde der Ausgleich.

Das heißt, einer war gar nicht so überrascht. "Ordnung halten", dieser Ruf von Ingo Kahlisch hallte mehrmals über den sehr guten Rasen. Vergeblich, über der Lust am Angriffsfußball vernachlässigten seine Jungs die Defensive. Mit einem simplen Steilpass in die Mitte wurde Christopher Michaelis die Chance gegeben, in freier Schussposition den 1:1.Ausgleich zu erzielen. Danach beruhigte sich die Partie bis zur Pause etwas.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brauchten beide Teams ein paar Minuten, um sich nach den Auswechslungen wieder zu sortieren. Dem Oberligisten gelang das schneller und besser. Erst jagte Victor Lindau den Ball mit Vehemenz zum 1:2 ins rechte Eck, kurze Zeit später setzte sich Kwasi Boachie auf der linken Seite prima durch. Seine Eingabe konnte einer der Testspieler aus Nahdistanz zur Rathenower 3:1-Führung verwerten.

Fast hätten die Gastgeber gleich zurückgeschlagen. Weckwerths Heber über Marschner holte Benjamin Wilcke von der Linie. Zum Ende hin verflachte das Spiel doch noch. Kein Wunder, zum einen war es auch am Abend noch sehr warm und zum anderen sollten alle im Kader befindlichen Spieler beider Seiten ihre Einsatzchance erhalten. Der letzte Aufreger gehörte den Platzherren. Markus Lemke ballerte einen Freistoß ins rechte Dreiangel zum 2:3-Anschlusstreffer. Schön anzuschaun, aber vermeidbar. Erich Marschner hatte freie Sicht, kam auch noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Aber dafür sind Testspiele schließlich da. Beim nächsten Mal wird er bestimmt nicht nur zwei Mann in die Mauer beordern.

Dieses nächste Mal ist am Freitag. Da tritt Optik um 17 Uhr beim Regionalligisten Hertha BSC II an. Gekickt wird auf dem Olympiagelände, wahrscheinlich im Amateurstadion.

Das Fazit von Ingo Kahlisch: "Heute war das teilweise schon ordentlich nach vorne. Eigentlich waren es ja ein, zwei Tore zu wenig, die wir erzielt haben. Im Abwehrbereich haben wir noch ein paar Probleme, mit den vielen Wechseln wurde es dann auch etwas ungeordnet."

0:1 Dragan Erkic (12.)
1:1 Christopher Michaelis (28.)
1:2 Victor Lindau (58.)
1:3 Ju Asanuma (64. (Testspieler))
2:3 Markus Lemke (87.)