FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

SCHWERE BEINE GEGEN TASMANIA

Trotz überlegener erster Halbzeit verliert Optik gegen Tasmania Berlin mit 0:1.

Dragan Erkic wirbelte auf der rechten Außenbahn für Optik.

Vier Mal lag der Ball im Tor, zwei Rathenower Torhüter gleichzeitig auf dem Feld und ein Rückkehrer - die Partie zwischen dem FSV Optik und Tasmania Berlin hatte einiges zu bieten.

Zu Beginn waren einige Zuschauer sich noch nicht sicher, manche fragten kurz nach. Ja, er war es wirklich. Dragan Erkic wirbelte auf der rechten Außenbahn für die Rathenower. Und er sorgte für ordentlich Torgefahr.

Schon kurz nach dem Anpfiff prüfte er Keeper Robert Schelenz. Das tat nach einer Viertelstunde auch Benny Wilcke. In der 22. Minute traf Dragan dann ins Netz. Sein Pech - die Fahne war oben, Abseits. Das galt im direkten Gegenzug aber auch für den Routinier der Gäste, Salvatore Rogoli. Der traf kurz vor der Halbzeit mit einem Lupfer auch noch die Latte. Es waren bis zu Pause die beiden einzigen gefährlichen Vorstöße der Hauptstädter.

Optik, mit einer ordentlichen Leistung, hatte viele, viele Eingaben, vornehmlich über rechts. Es fehlte allerdings ein Abnehmer in der Mitte. Fast schon gejubelt hatten die Fans beim Schuss von Kwasi Boachie, den Schelenz mit einer Glanzparade entschärfte. Das die Rathenower so kombinieren konnten hatte auch damit zu tun, das sich der Berlinligist ausschließlich auf Rogoli verließ. Das war zu durchsichtig.

Nach dem Wechsel ging es etwa bis zur 60. Minute so weiter. Dann begannen, nach der anstrengenden Trainingseinheit am Vormittag, die Kräfte zu schwinden. Tasmania, mittlerweile ohne ihren besten Stürmer, verteilte das Angriffsspiel nun auf mehrere Akteure. Und siehe da, es wurde besser. Tolgay Asma verfehlte erst noch ganz knapp, Todor Samardzic traf nach einem gut vorgetragenen Konter aber zum 0:1.

Obwohl die Beine schwer wurden, versuchte der FSV noch einmal anzurucken. Dragan Erkic setzte das Leder auf die Latte. Kurz darauf sah Boachie, das der Keeper zu weit vorn stand und versuchte es aus 50 Metern. Gerade so mit den Fingerspitzen kam Schelenz noch heran. Da stand Rathenow schon mit zwei Torhütern auf dem Platz. Erich Marschner hinten, wie es sich gehört und Marcel Subke als Mittelfeldakteur. In der 87. Minute traf Optik zum zweiten Mal. Ricardo Hain stocherte den Ball über die Linie, doch erneut wurde auf Abseits entschieden.

"Insgesamt war die Woche mit vielem Training und drei Spielen in Ordnung", meinte Ingo Kahlisch. "Vielleicht hat heute das letzte Quäntchen, unbedingt nicht verlieren zu wollen, gefehlt. Aber ist schon okay, die Belastung war in dieser Woche extrem hoch."

Den nächsten Test bestreitet der FSV am Mittwoch. Um 18.30 Uhr beginnt das Spiel bei Verbandsligist MSV Neuruppin. Das für Samstag geplante Treffen bei Hertha BSC II aus der Regionalliga findet nun bereits am Freitag um 17.00 Uhr in Berlin statt.