Tore: 1:0 Kellner (41.), 2:0 Pfefferkorn (47.), 3:0 Scholz (82.)">

FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

PFLICHTAUFGABE ERFÜLLT: OPTIK RATHENOW - EFC STAHL 3:0

Der wiedererstarkte EFC Stahl ist für Optik nicht zum befürchteten Stolperstein geworden - mit 3:0 gewann der FSV am Ende "standesgemäß". Doch wie hoch der Druck kurz vor dem Saisonfinale auf allen Beteiligten lastet, zeigte sich nach der Partie. Trainer Ingo Kahlisch verriet: "Ich war schon seit gestern fürchterlich aufgeregt. Das war ein Spiel, das wir eigentlich nur verlieren konnten."

Tore: 1:0 Kellner (41.), 2:0 Pfefferkorn (47.), 3:0 Scholz (82.)

Rückte wieder in die Startelf und sorgte für das 2:0: Daniel Pfefferkorn

Der wiedererstarkte EFC Stahl ist für Optik nicht zum befürchteten Stolperstein geworden - mit 3:0 gewann der FSV am Ende "standesgemäß". Doch wie hoch der Druck kurz vor dem Saisonfinale auf allen Beteiligten lastet, zeigte sich nach der Partie. Trainer Ingo Kahlisch verriet: "Ich war schon seit gestern fürchterlich aufgeregt. Das war ein Spiel, das wir eigentlich nur verlieren konnten."

Auch ohne die gesperrten Angreifer Yilmaz und Junior sowie Abwehrchef Szabo, der Vaterfreuden entgegenblickt, begann Rathenow sehr druckvoll. Bereits nach drei Minuten tauchte Patrik Scholz vor dem Gästetor auf, doch Torhüter Becker stiebitzte ihm im letzten Moment den Ball weg. Die beste Gelegenheit der ersten Hälfte vergab in der 18. Minute Daniel Pfefferkorn, der nach schöner Vorarbeit von Kellner aus 15 Metern hauchdünn übers Tor schoss. Jahn, Gündogdu und Kienle hatten weitere, allerdings nicht zwingende, Gelegenheiten.

Nach etwa 25 Minuten kam ein Bruch ins Rathenower Spiel. Vor allem in der Abwehr wirkte die Mannschaft teilweise zu verspielt und produzierte durch Ungenauigkeiten im Spielaufbau immer wieder leichtfertige Ballverluste. Die sehr junge Gästemannschaft erkannte dies und wurde nun ihrerseits mutiger. So konnten Mario Delvalle und Gökhan Aydin in der 34. Minute EFC-Torjäger Tony Raddatz erst in allerhöchster Not und mit vereinten Kräften stoppen. Aber Optik wachte wieder auf und erhöhte in den letzten Minuten vor der Pause noch einmal deutlich den Druck: Kienles abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze segelte zwar noch hauchdünn über den Querbalken, doch Kellners 25-Meter-Kracher in der 41. Minute passte haargenau: im linken Eck schlug das Leder zum 1:0 ein.

Und die Jungs vom FSV hatten offenbar in Burg zugeschaut, wie man ein Spiel unmittelbar nach der Pause entscheidet: Mit einem schönen Pass spielte Kienle Pfefferkorn frei und der ließ dem Keeper mit einem satten Schuss ins lange Eck keine Chance - 2:0. Nach dieser Vorentscheidung ergaben sich weitere Gelegenheiten, das Resultat auszubauen. Die Beste vereitelte Banjamin Bartz, als er in der 65. Minute einen Distanzschuss von Scholz auf der Torlinie rettete. Bei Pfefferkorns Schuss auf's leere Tor mußte in der 71. Minute eigentlich das 3:0 fallen, doch der Ball kullerte um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Für den 3:0-Endstand sorgte schließlich Optiks Torschütze vom Dienst, Patrik Scholz, der nach Vorarbeit von Kalan den Ball über Keeper Becker hinweg lupfte. Das Leder sprang zwar von der Lattenunterkante ins Feld zurück, wo Daniel Pfefferkorn "abstaubte", doch der Schiedsrichter-Assistent zeigte an, dass "Scholles" Ball zuvor bereits die Torlinie überschritten hatte. Den Schlusspunkt in einem sehr fairen Spiel - es gab keine einzige Gelbe Karte - setzte Christian Kienle mit einem direkten Freistoß von der Strafraumgrenze, den Becker mit einer großartigen Flugeinlage parierte.

Gästetrainer Harry Rath nach dem Spiel: "Ich bin zufrieden und glücklich, dass wir in diesem ungleichen Duell - wir mußten sechs A-Juniorenspieler einsetzen - vom Ergebnis her halbwegs glimpflich über die Runden gekommen sind. Das war heute Angsthasenfußball, so hat die Truppe in den letzten drei Partien nicht gespielt. Aber es haben bei uns natürlich einige wichtige Leute gefehlt.
So wie die Tore gefallen sind, dürfen sie zwar nich fallen, aber was nutzt alles hätte wenn und aber - der Gegner war uns ganz klar überlegen, hat verdient gewonnen. Meine Spieler haben heute gesehen, wo sie stehen, vor allem im Zeikampfverhalten. Aber ich kann nicht sauer sein, die Jungs haben sich wirklich Mühe gegeben. Wir müssen sehen, dass wir unsere Punkte woanders holen."


Ingo Kahlisch, dem offensichtlich ein riesengroßer Stein von der Brust gefallen war, fasste sich kurz: "Ich hatte meine Spieler gewarnt, dass das ein schweres Spiel wird, vor allem nach den letzten Ergebnissen der Eisenhüttenstädter. Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Sieg." Anschließend hob Optiks Trainer noch Matthias Kellner und Daniel Pfefferkorn positiv hervor.

Aufstellung: Aydin - T. Lettow, Delvalle, M. Lettow - Jahn (79. Puhlmann), Kellner, Scholz, Gündogdu (79. Kalan), Kienle, da Cruz - Pfefferkorn (87. Berger)

Tore:
1:0 Kellner (41.)
2:0 Pfefferkorn (47.)
3:0 Scholz (82.)

Schiedsrichter: Frank Fleske (Schönow)