FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

IN ZWEI MINUTEN 1:0-FÜHRUNG HERGEGEBEN: BURG - OPTIK 2:3

Der Tag begann schon wenig verheißungsvoll als der Rathenower Tross bei brütender Hitze im Stau stecken blieb. Zwar trudelten die Optik-Spieler dennoch rechtzeitig vor Spielbeginn gut gelaunt auf dem Burger Sportplatz ein, doch nach Spielschluss war die Stimmung endgültig dahin. Bis zur 44. Minute hatte der FSV durch einen frühen Treffer von Scholz verdient mit 1:0 vorn gelegen, doch ein Burger Doppelschlag - vor und nach der Pause - brachte den Tabellenführer auf die Verliererstraße...

Der Tag begann schon wenig verheißungsvoll als der Rathenower Tross bei brütender Hitze im Stau stecken blieb. Zwar trudelten die Optik-Spieler dennoch rechtzeitig vor Spielbeginn gut gelaunt auf dem Burger Sportplatz ein, doch nach Spielschluss war die Stimmung endgültig dahin. Bis zur 44. Minute hatte der FSV durch einen frühen Treffer von Scholz verdient mit 1:0 vorn gelegen, doch ein Burger Doppelschlag - vor und nach der Pause - brachte den Tabellenführer auf die Verliererstraße.

Wie zuletzt in Strausberg begann Optik hochkonzentriert und bestimmte von Beginn an die Partie. Diese Spielweise wurde schon nach zehn Minuten belohnt, als Patrik Scholz einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter zur frühen 1:0-Führung versenkte. Der FSV blieb am Ball und hatte durch da Cruz, dessen Flanke Burgs Keeper Domschke gerade noch über die Latte lenken konnte und Kienle, der eine sehr gute Kombination über Yilmaz und Scholz abschloss, weitere Chancen.

Aber auch der Gastgeber beschränkte sich keineswegs auf die Defensive: Nach Vorarbeit von Handreck kam Bartsch zum Abschluss, doch Gökhan Aydin im Optik-Gehäuse war hellwach und hatte rechtzeitig die Fäuste oben. Danach waren wieder die Roten dran: Kienle setzte einen Freistoß aus 20 Metern hauchdünn neben den Pfosten (22.), bei Juniors Volleyschuss aufs lange Ecke fehlte ebenfalls nicht viel (35.) und nachdem der Brasilianer die halbe Abwehr schwindelig gespielt hatte, folgte ein zu eigensinniger Abschluss, den Domschke per Fußabwehr parierte (40. Minute). Der Ausgleichstreffer eine Minute vor dem Pausentee fiel wie aus heiterem Himmel: Handreck hatte sich auf links durchgesetzt und Preuß bedient, die Rathenower Abwehr spielte auf Abseits, so dass Preuß Aydin umkurven und dann einschieben konnte.

Das Spreewälder Fischbrötchen aus der Halbzeitpause war noch nicht heruntergekaut, da stand es sogar schon 1:2. Was vielen Anwesenden inclusive Optik-Coach Kahlisch entgangen war: Nach 25 gespielten Sekunden geriet ein Abspiel von Mario Delvalle in der eigenen Hälfte zu kurz, Torjäger Handreck spritze dazwischen und jagte das Leder aus 20 Metern sehenswert volley in die Maschen. Und auch dem 1:3 in der 63. Minute ging ein individueller Fehler voraus: Einen langen Einwurf auf sein Tor lenkte Gökhan Aydin ohne Not an die Latte, von wo der Ball genau vor die Füße von Bartsch sprang - der Rest war Formsache.

Die Optik-Spieler gaben sich auch nach diesem Rückschlag nicht auf und versuchten bei schwierigen äußeren Bedingungen noch einmal alles, mußten aber bei den überfallartigen Burger Angriffen stets auf der Hut sein. Vor allem der agile Handreck wirbelte die FSV-Abwehr ein ums andere Mal durcheinander, doch im Abschluss blieb das Heimteam, genau wie Rathenow, insgesamt zu harmlos. So reichte es denn für Optik auch nur noch zum Anschlusstreffer in der 78. Minute, als Scholz sich über links gut durchgesetzt hatte und von der Grundline Junior bediente, der den Ball wuchtig unter die Latte nagelte.

Den unrühmlichen Höhepunkt sollte in der 89. Minute die obligatorische Rote Karte für Kadir Yilmaz darstellen, der sich wieder einmal zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Dass seinem Widerpart Sven Jordan in der prallen Sonne ebenfalls die Sicherungen durchgebrannt waren und auch er mit Rot vom Platz ging, entschuldigt die abermalige Entgleisung keineswegs. Optik-Trainer Ingo Kahlisch wirkte trotz der Niederlage recht gefasst: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht gegen einen sehr starken Gegner. Das 1:1 spielen sie zwar gut heraus, aber bis dahin hatten die Burger eigentlich keine echte Torchance. Und das 1:2 unmittelbar nach der Pause da muss ich sagen, wir müssen uns in solchen Spielen einfach besser konzentrieren. Aber die Mannschaft hat alles versucht, es hat leider nur noch zum Anschlusstreffer gereicht."

Aufstellung: Aydin - M. Lettow, Szabo, Delvalle - da Cruz (G/61. Pfefferkorn), Scholz (G), Gündogdu (70. Jahn), Kienle (G), T. Lettow - Junior (G), Yilmaz (R)

Tore:
0:1 Scholz (10./FE)
1:1 Preuß (44.)
2:1 Handreck (46.)
3:1 Bartsch (63.)
3:2 Junior (78.)

Schiedsrichter: Michael Wendorf