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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

EIN TOR FÜR ROMEO: GUBEN - RATHENOW 1:2

Das Spiel war schon lange vorbei, da strahlte Torschütze Junior noch immer über beide Ohren: Nicht nur dass sein Team auswärts endlich wieder gewonnen und die Tabellenführung ausgebaut hatte. Nein, besonders wichtig war es dem 25-jährigen, zu verkünden, dass er kürzlich Vater wurde. Romeo heisst sein Sprössling, und ihm widmete der stolze Papa natürlich auch das Tor zum 0:1 in der 31. Minute. Die Rathenower Führung zu diesem Zeitpunkt war mehr als verdient. Der FSV präsentierte sich wie ein echter Spitzenreiter und drückte dem Spiel über 90 Minuten seinen Stempel auf. Auch vom schmeichelhaften Ausgleichstreffer ließ sich das Optik-Team nicht aus dem Konzept bringen - und wurde dafür kurz vor Schluss noch belohnt...

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Torschütze und frisch gebackener Vater: Junior

Das Spiel war schon lange vorbei, da strahlte Torschütze Junior noch immer über beide Ohren: Nicht nur dass sein Team auswärts endlich wieder gewonnen und die Tabellenführung ausgebaut hatte. Nein, besonders wichtig war es dem 25-jährigen, zu verkünden, dass er kürzlich Vater wurde. Romeo heisst sein Sprössling, und ihm widmete der stolze Papa natürlich auch das Tor zum 0:1 in der 31. Minute. Die Rathenower Führung zu diesem Zeitpunkt war mehr als verdient. Der FSV präsentierte sich wie ein echter Spitzenreiter und drückte dem Spiel über 90 Minuten seinen Stempel auf. Auch vom schmeichelhaften Ausgleichstreffer ließ sich das Optik-Team nicht aus dem Konzept bringen - und wurde dafür kurz vor Schluss noch belohnt.

Zuletzt mit den spielerischen Leistungen seiner Mannschaft nicht zufrieden, stellte Ingo Kahlisch gegen Guben die Taktik um: Da sich die Trainings-Verletzung von Ekin Gündogdu als harmlos heraus gestellt hatte, rückte der Neuzugang erstmals in die Anfangself. Als hängender Stürmer sollte er hinter der einzigen nominellen Spitze, Junior, für Betrieb sorgen.

Und das Konzept ging auf: Von Beginn an übernahm Optik das Kommando - gewann die Zweikämpfe, ließ den Ball laufen, agierte aber im Strafraum einen Tick zu verspielt. Die ersten Torchancen hatten die beiden Rathenower Außenverteidiger jeweils im Zusammenspiel: Zunächst verfehlte da Cruz nach Vorarbeit von Thomas Lettow per Direktschuss recht deutlich und kurz darauf nahm Lettow eine Flanke von da Cruz direkt. In der 23. Minute versuchte sich Junior mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze, verfehlte aber knapp. Besser zielte er in der 31. Minute: Nach einem sehr schönen Zusammenspiel mit Kienle ließ der Brasilianer noch zwei Gegenspieler aussteigen und schob dann aus zentraler Position zum 0:1 ins lange Eck ein.

Guben kam nach 36 Minuten erstmals gefährlich vors Gästetor, Marc Metzings Volleyschuss ging allerdings relativ deutlich drüber. Der FSV hatte durch Distanzschüsse von Thomas Lettow und Patrik Scholz noch zwei gute Gelegenheiten. Es lief bereits die 45. Minute, als Gubens Florian Huth in den Optik-Strafraum eindrang und im Zweikampf mit Dirk Szabo zu Fall kam. Schiedsrichter Marco Schmidt zögerte keine Sekunde und entschied sofort auf Strafstoß. Routinier Mike Klenge ließ sich die Chance nicht entgehen und vollendete wuchtig und unhaltbar genau in den Winkel zum 1:1.

Doch die Rathenower ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach dem Wiederanpfiff lief das Spiel noch keine zwei Minuten, da vernaschte Junior gleich drei Gegenspieler, schoss dann aber aus viel zu spitzem Winkel direkt aufs Tor, statt in die Mitte zu passen, wo Gündogdu völlig frei stand. Auch danach Chancen für die Roten durch da Cruz, einen Freistoß von Kienle, den Keeper Noack gut parierte, sowie Kopfbälle von Gündogdu und Lettow. Die sehr defensiv agierenden Gastgeber kamen nach 68 Minuten zu einem Entlastungsangriff: Doch der Abschluss von Gabor Schulz stellte Gökhan Aydin vor keine großen Probleme.

In der 75. Minute die Riesenchance zum 1:2: Mit einem herrlichen Pass hatte Scholz Junior auf die Reise geschickt, der aber am sehr gut reagierenden Noack scheiterte. Und als auch Thomas Lettows Kopfball über die Querlatte segelte, schien alles auf ein Unentschieden hinauszulaufen. Bis der eingewechselte Steven Specht in der 86. Minute einen Schritt zu spät kam und Matthias Kellner am Unterschenkel erwischte. Da das Foulspiel im Strafraum zu Stande kam, gab es wieder Elfmeter. Patrik Scholz übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:2. Danach warf Guben alles nach vorn, wodurch sich natürlich Konterchancen ergaben. Die Besten vergaben Junior, der nach erneut sehr schönem Anspiel von Scholz knapp verfehlte, sowie Kalan, dessen Schuss Noack nicht festhalten konnte, allerdings kam Kienle einen Schritt zu spät zum Abstauben. Und als Junior auf links frei aufs Tor zulief, dann aber den ins Abseits laufende Pfefferkorn bediente, hätte eigentlich auch mehr herausspringen müssen.

Ebenso wie sein Gegenüber, Gubens Trainer Jochen Brender, sah auch Ingo Kahlisch einen verdienten Sieger: "Wir haben auswärts nach zwei Niederlagen endlich den Bock umgestoßen. Ich denke, es war ein haushoch verdienter Sieg. Kompliment an meine Mannschaft." Der Rathenower Coach sprach vom bisher besten Rückrundenspiel, bemängelte aber auch die teilweise zu lockere Spielweise vor dem gegnerischen Tor: "Wir müssen lernen - ich muss es jedesmal wieder sagen - aggressiver auf's Tor zu schießen. Es ist noch ein Stück Arbeit."

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Aufstellung:
Aydin - M. Lettow (G), Szabo, Delvalle - da Cruz (69. Pfefferkorn), Scholz, Kellner, Kienle, T. Lettow - Gündogdu (80. Kalan) - Junior

Tore:
0:1 Junior (31.)
1:1 Klenge (45./FE)
1:2 Scholz (87./FE)

Schiedsrichter: Marco Schmidt (Luckau)