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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

TABELLENFÜHRUNG BEHAUPTET: OPTIK - SÜD 1:0

Nachdem Falkensee am Freitag den FC Strausberg mit 2:1 bezwungen und für einige Stunden die Tabellenführung erobert hatte, stand der FSV Optik heute im Lokalderby unter besonderem Druck. Doch die junge Rathenower Mannschaft behielt die Nerven und setzte sich mit einem verdienten 1:0 gegen den BSC Süd 05 wieder an die Spitze der Verbandsliga-Tabelle. Die fast 400 Zuschauer sahen eine umkämpfte aber faire Begegnung, die der Gastgeber über weite Strecken dominierte. Doch trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Oranienburg-Spiel - das Optik-Team ist nach wie vor weit von der Hinrundenform entfernt.

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Erzielte in der 81. Minute den Siegtreffer: Matthias Kellner (li)

Nachdem Falkensee am Freitag den FC Strausberg mit 2:1 bezwungen und für einige Stunden die Tabellenführung erobert hatte, stand der FSV Optik heute im Lokalderby unter besonderem Druck. Doch die junge Rathenower Mannschaft behielt die Nerven und setzte sich mit einem verdienten 1:0 gegen den BSC Süd 05 wieder an die Spitze der Verbandsliga-Tabelle. Die fast 400 Zuschauer sahen eine umkämpfte aber faire Begegnung, die der Gastgeber über weite Strecken dominierte. Doch trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Oranienburg-Spiel - das Optik-Team ist nach wie vor weit von der Hinrundenform entfernt.

Zunächst sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit einer Rathenower Mannschaft, die zwar mehr Ballbesitz für sich verbuchte, aber nur wenig Durchschlagskraft entfaltete. Am gefährlichsten war bis zu diesem Zeitpunkt ein Drehschuss von Junior aus 20 Metern, der knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Auf der Gegenseite verfehlte Welskopf per Volleyschuss ebenfalls nur knapp das Gehäuse. Da lief bereits die 26. Minute, und das Spiel nahm nun etwas an Fahrt auf, auch weil der FSV jetzt das Tempo merklich anzog. Doch durchdachte und gelungene Spielzüge blieben Mangelware. Andre da Cruz' Schuss aus 20 Metern, den der junge Felix Baitz im Brandenburger Tor sehr gut parierte, war eher ein Zufallsprodukt. Und Thomas Lettows Kopfball knapp übers Tor resultierte aus einem Eckball. Kurz vor dem Pausenpfiff war auch noch einmal Gökhan Aydin gefragt, der einen Schuss von Päch aus spitzem Winkel entschärfen mußte.

Optik kam mit viel Elan aus der Kabine. Mit dem Wind im Rücken zog der Gastgeber ein regelrechtes Powerplay auf und zeigte eine Viertelstunde lang den Fußball, den die Zuschauer aus der Hinrunde kennen. Beinahe im Minutentakt erspielte sich die Mannschaft Chancen: Scholz' Schuss konnte Zetscher vor der Linie klären, Juniors Versuch wurde abgefälscht und landete knapp neben dem Pfosten, Kellner wurde im letzten Moment abgeblockt, Lettows Kopfball rettete Baitz mit einer Glanzparade, Scholz zielte aus acht Metern knapp über den Querbalken und bei da Cruz' Schuss aus spitzem Winkel war erneut Baitz zur Stelle.

Die Gäste machten erstmals in der 66. Minute wieder auf sich aufmerksam, mit einem Päch-Freistoß einen Meter am Tor vorbei. In der 77. Minute ein schönes Zusammenspiel zweier Einwechsler: Kalan hatte abgelegt und Gündogdus Drektabnahme fischte Baitz mit einer tollen Reaktion aus dem Eck. Nachdem aus dem Spiel heraus kein Tor fallen wollte, mußte eine Standardsituation her: Aus dem linken Halbfeld, aus etwa 30 Metern Torentfernung, trat Kellner zum Freistoß an - der Ball wurde immer länger und schlug schließlich genau im rechten Winkel zum 1:0 ein. Ausgerechnet der beste Brandenburger, Torwart Baitz, machte in dieser Situation keine gute Figur. Natürlich warfen die Gäste jetzt alles nach vorn, doch mehr als ein Außenristschuss von Metzner, der sich noch rechtzeitig vom Tor wegdrehte, sprang für die Brandenburger nicht heraus.

Süd-Trainer Ralf Gutschmidt nach dem Spiel: "Der Glücklichere hat gewonnen. Ich denke, jeweils die Mannschaft, die mit dem Wind im Rücken spielen konnte, hatte ihre Vorteile. Die Rathenower Drangphase nach der Pause haben wir gut überstanden und dann wurde das Spiel, wie vor einer Woche, durch eine Standardsituation entschieden. Für ein Derby war es ein sehr faires Spiel."

Ingo Kahlisch sah die Begegnung etwas anders und sprach aufgrund der zweiten Halbzeit von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft. Zufrieden war der Rathenower Coach nach der durchwachsenen Leistung dennoch nicht: "Wir sind natürlich mit dem 1:0 weiter im Rennen, aber fußballerisch werden wir unseren Ansprüchen zur Zeit nicht gerecht. Ich weiß nicht, ob die Jungs mit dem Druck nicht klar kommen - hier haben sie eigentlich keinen Druck, wir hauen ihnen ja nicht den Kopf ab. Wichtig ist jetzt, dass sich die Leistungsträger wie Junior und Mathias Lettow herankämpfen, dann müssen wir in der nächsten Woche noch Guben überstehen und dann haben wir ja erstmal eine Woche frei." Anschließend bescheinigte Kahlisch Ekin Gündogdu ein ordentliches Debüt und hob als besten Spieler seiner Mannschaft "Alterspräsident" Dirk Szabo hervor.

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Aufstellung:
Aydin - M. Lettow, Szabo, Delvalle - da Cruz (68. Jahn), Kellner, Scholz, Puhlmann (68. Gündogdu), T. Lettow - Junior (76. Kalan), Pfefferkorn (G)

Tor:
1:0 Kellner (81.)

Schiedsrichter: Martin Bärmann (Guben)