FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

EIN RABENSCHWARZER TAG: ORTRAND - OPTIK 2:1

Von der ersten Erkundung des Ortrander Geläufs brachte Matthias Kellner gleich die Erkenntnis mit: "Der Boden ist sehr weich und tief. Aber das wird schon." Doch am Ende sollte es leider nichts werden. Wie schon im Hinspiel verloren die Rathenower erneut unglücklich gegen den Verbandsliga-Neuling aus Südbrandenburg. Wie schon im Hinspiel missglückte dem FSV wieder ein Eigentor und ebenso wie im Hinspiel erwischte der Unparteiische keinen guten Tag. Die Schiedsrichterleistung sowie die Zweikampfführung der Gastgeber veranlassten Ingo Kahlisch auch, seinem Wirbelwind im Sturm, Junior, ein Comeback zunächst zu ersparen...

Traf in der siebten Minute nur den Innenpfosten: Mario Delvalle

Von der ersten Erkundung des Ortrander Geläufs brachte Matthias Kellner gleich die Erkenntnis mit: "Der Boden ist sehr weich und tief. Aber das wird schon." Doch am Ende sollte es leider nichts werden. Wie schon im Hinspiel verloren die Rathenower erneut unglücklich gegen den Verbandsliga-Neuling aus Südbrandenburg. Wie schon im Hinspiel missglückte dem FSV wieder ein Eigentor und ebenso wie im Hinspiel erwischte der Unparteiische keinen guten Tag. Die Schiedsrichterleistung sowie die Zweikampfführung der Gastgeber veranlassten Ingo Kahlisch auch, seinem Wirbelwind im Sturm, Junior, ein Comeback zunächst zu ersparen.

Optik übernahm sofort mit Spielbeginn die Regie auf dem Platz, die Gastgeber zogen sich zurück und lauerten auf Konter. Es lief gerade die siebte Minute, als erstmals ein Raunen durch die Zuschauerreihen ging: Mario Delvalle hatte von der Strafraumgrenze abgezogen, aber nur den Innenpfosten des Ortrander Gehäuses getroffen. Auf der Gegenseite mußte Gökhan Aydin in der 23. Minute erstmals auf der Hut sein, als Reichelt frei vor ihm auftauchte, den Ball aber nicht voll traf. In der 26. und 27. Minute gleich zwei gute Gelegenheiten für Pfefferkorn: Zunächst setzte der 18-jährige einen Kopfball nach Flanke von Jahn knapp neben den Eintracht-Kasten, dann verzog er nach Vorarbeit von Yilmaz aus zentraler Postion knapp.

In der 28. und 29. Minute zeigte Gökhan Aydin, warum Ingo Kahlisch trotz einiger Fehlgriffe in den Testspielen und starker Leistungen von Sengespeick weiter an seiner Nummer Eins festgehalten hatte: Zunächst parierte Aydin einen tückischen Flachschuss von Löffler bravorös, dann war er mit einem tollen Reflex gegen John zur Stelle. Quasi im Gegenzug fiel die Optik-Führung: Nach schöner Vorarbeit von Pfefferkorn über die linke Seite schob Jahn den Ball freistehend per Direktabnahme zum 0:1 ins Netz. Wenig später hatte der agile Puhlmann das 2:0 auf dem Fuß, doch ein Ortrander Spieler rettete vor der Torlinie, Puhlmanns Nachschuss ging knapp daneben.

Kurz nach Wiederanpfiff ein Traum-Anspiel von Jahn auf Kienle, der jedoch genau in die Arme des Keepers schoss. Wie aus heiterem Himmel plötzlich der Ausgleich in der 55. Minute: John hatte aus 20 Metern aus spitzem Winkel abgezogen und der Ball schlug haargenau neben dem linken Pfosten ein. Der FSV ließ sich zunächst nicht schocken, wollte sofort zurückschlagen: Lettow köpfte freistehend genau dem Keeper in die Arme.

Nach einer Auszeit in der Rathenower Abwehr konnte sich Aydin erneut auszeichen, als er einen wuchtigen Kopfball von Hausdorf parierte - der selbe Spieler der kurz zuvor noch das 0:2 verhindert hatte, als er einen Schuss von Pfefferkorn auf der Torlinie klärte. Dann kam die bittere 79. Minute: Nach einem Konter und auf Vorarbeit von Burda tauchte John frei vor Aydin auf. Erneut blieb der Optik-Keeper Sieger, doch der abgewehrte Ball sprang genau vor die Füße des überraschten Puhlmann, der den Ball äußerst unglücklich ins eigene Netz beförderte. Danach versuchte Rathenow noch einmal alles, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen, doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie - weder bei den Schüssen von Kellner und Kienle, noch beim Kopfball von Yilmaz, der an den Innenpfosten klatschte.

Nach dem Spiel erbat sich Ingo Kahlisch zunächst eine Verschnaufpause, um dann zu analysieren: "Diese Niederlage tut natürlich weh, wir hatten genug Möglichkeiten, um zu gewinnen." So sehr sich der Optik-Coach zuletzt mit Schiedsrichterkritik zurückgehalten hatte, umso mehr brodelte es heute in ihm: "Was der Schiedsrichter hier heute an Zweikämpfen und brutalen Fouls durchgehen lassen hat, darüber kann ich mich kaum beruhigen. Hier heute Junior zu bringen - und sei es nur für fünf Minuten - habe ich mich einfach nicht getraut. Die ziehen richtig durch, der Junge macht eine falsche Drehung und kann sein Leben lang nicht mehr Fußball spielen." Dem Unglücksraben Michael Puhlmann, der eigentlich ein gutes Spiel gemacht hatte, machte Kahlisch natürlich keinen Vorwurf: "Das Eigentor von Puhli war unglücklich, das ist auch schon anderen Spielern passiert. Jetzt müssen wir ihn wieder aufrichten."

Aufstellung:
Aydin - T. Lettow, Szabo, Delvalle - Jahn (81. da Cruz), Kienle, Scholz, Kellner, Puhlmann (81. Kalan) - Yilmaz, Pfefferkorn

Tore:
0:1 Jahn (30.)
1:1 John (55.)
2:1 Puhlmann (Eigentor/79.)