FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

OPTIK WANKT, FÄLLT ABER NICHT

\"Ein schwer erkämpfter Sieg. Heute zählen nur die drei Punkte.\" Ingo Kahlischs Fazit zum 2:0-Erfolg seiner Mannschaft über Altlüdersdorf fiel denkbar knapp aus. Von überschäumender Freude keine Spur beim Optik-Coach. Eher das Gefühl, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Gegen die spiel- und kampfstarken Gäste tat sich Optik über weite Strecken schwer. Erst mit der schmeichelhaften Führung im Rücken wurde das Rathenower Spiel besser. Bei zahlreichen Kontern hätte der Sack dann sogar frühzeitig zugebunden werden können. Stattdessen mußten die 300 Zuschauer bis zur 86. Minute zittern, ehe Patrik Scholz mit seinem zwölften Saisontor zum erlösenden 2:0 traf.

49. Minute: Christian Kienle köpft zum 1:0 ein

\"Ein schwer erkämpfter Sieg. Heute zählen nur die drei Punkte.\" Ingo Kahlischs Fazit zum 2:0-Erfolg seiner Mannschaft über Altlüdersdorf fiel denkbar knapp aus. Von überschäumender Freude keine Spur beim Optik-Coach. Eher das Gefühl, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Gegen die spiel- und kampfstarken Gäste tat sich Optik über weite Strecken schwer. Erst mit der schmeichelhaften Führung im Rücken wurde das Rathenower Spiel besser. Bei zahlreichen Kontern hätte der Sack dann sogar frühzeitig zugebunden werden können. Stattdessen mußten die 300 Zuschauer bis zur 86. Minute zittern, ehe Patrik Scholz mit seinem zwölften Saisontor zum erlösenden 2:0 traf.

Ingo Kahlisch mußte erneut seine Abwehr umstellen: Mathias Lettow, in Falkensee noch mit einem Sonderlob vom Trainer bedacht, hatte sich im Abschlusstraining eine Zerrung zugezogen und konnte heute nur zusehen. Die Partie begann vielversprechend. In der Anfangsphase gab es zwei gute Chancen durch Kienle, knapp am Tor vorbei, und Junior, dessen Direktabnahme über die Latte flog. Doch mit den ersten Ballkontakten war auch erkennbar, dass die Altlüdersdorfer ein harter Brocken werden würden. Mit gepflegtem Passpiel und der nötigen Aggressivität im Zweikampf erspielten sich die Gäste nach und nach ein Übergewicht und kamen auch zu guten Torchancen.

So schoss Neumann in der 20. Minute nach Vorarbeit des Ex-Rathenowers Klajic nur knapp übers Gehäuse. Fünf Minuten später war es erneut Neumann, diesmal per Kopf, doch Aydin konnte den Ball noch ans Lattenkreuz lenken. Kurz darauf mußte Junior verletzt ausgewechselt werden. Der Optik-Stürmer hatte sich im Zweikampf das Knie verdreht. Für ihn kam Daniel Pfefferkorn. Auf dem Feld geriet der FSV zunehmend in Bedrängnis. Doch der Gäste-Angriff zeigte sich im Abschluss zu harmlos. Erst verpasste Neumann frei vor dem Tor den Ball, dann bekamen mehrere Angreifer aus Nahdistanz das Leder nicht über die Linie und als Klajic übers Gebälk schoss und eine Direktabnahme von Neumann knapp neben dem Pfosten landete, war die erste Halbzeit auch schon fast vorüber. Doch bevor es zum Pausentee ging, versuchte sich noch einmal der Gastgeber. Nach einer Ecke stieg Christian Kienle am höchsten. Die Zuschauer hatten den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Kopfball sprang von der Lattenunterkante auf die Torlinie und wurde dann geklärt.

In der zweiten Halbzeit waren drei Minuten gespielt, als es wieder eine Ecke für Optik gab. Wieder stieg Kienle am höchsten, doch dieses Mal war die Latte nicht im Weg und so stand es 1:0. Die Rathenower konnten sich nun aufs Kontern verlegen und prompt ergaben sich auch Torchancen. In der 59. Minute setzte sich Scholz im Strafraum energisch durch, doch seinen Schuss aus der Drehung konnte Kucak für Torhüter Peer Schiemann auf der Linie retten. Wenig später verfehlte Pfefferkorn mit einem Schuss aus dem Hintergrund knapp den Kasten. Bei Beckers Versuch aus 16 Metern nach Rücklage von Ayala zeigte sich Schiemann sicher.

Altlüdersdorf stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage und zeigte eine bravoröse kämpferische Leistung. Doch vor dem Tor scheiterte der Tabellenvierte entweder an der vielbeinigen Rathenower Defensive oder am fehlenden Durchsetzungsvermögen. Weitaus torgefährlicher zeigte sich der FSV Optik. In der 79. Minute gab es lautstarke Proteste: Pfefferkorn hatte auf Scholz geflankt, dessen Kopfball ein Altlüdersdorfer Abwehrspieler noch mit der Hand aufgehalten haben soll, doch Schieri Fleske ließ wohl richtigerweise weiterspielen. In der 83. Minute setzte der laufstarke Pfefferkorn energisch nach, eroberte sich den Ball und verfehlte hauchdünn das Tor. In der 86. Minute setzte schließlich einmal mehr Patrik Scholz den Schlusspunkt unter ein kampfbetontes Spiel und eine phänomenale Hinrunde: Nach mustergültiger Vorarbeit von Pfefferkorn versenkte Scholle den Ball frei vor dem Torwart zum 2:0 ins lange Eck.

Gästetrainer Hans Oertwig zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden: \"Die Mannschaft hat sich zurückgemeldet. Das war eine Riesen-Leistungssteigerung gegenüber der letzten Woche.\" Und auch Optik-Coach Kahlisch hatte dann doch noch etwas zu sagen, bevor er mit seiner Mannschaft zur Weihnachtsfeier aufbrach: \"Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. Frohe Weihnachten!\"
Doch bevor Knecht Ruprecht die Geschenke bringen kann, gilt es, noch das Viertelfinale im Landespokal zu bestreiten. Wer die Mannschaft am kommenden Samstag beim \"Rückspiel\" in Altlüdersdorf unterstützen möchte, hat bis Dienstag Gelegenheit, sich im Sportshop in die Liste für den Fanbus einzutragen. Nach Spielende waren 19 Plätze vergeben.

Aufstellung: Aydin - Berger, Szabo, Delvalle Silva - da Cruz (45. Jahn), Kienle, Scholz, Kellner, Becker - Junior (28. Pfefferkorn), Ayala (78.Puhlmann)

Tore:
1:0 Kienle (49.)
2:0 Scholz (86.)