FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

KEIN DURCHKOMMEN GEGEN GUBENER ABWEHRBOLLWERK

Optiks kleine Siegesserie ist leider gerissen. Gegen eine aufopferungsvoll verteidigende Gubener Elf kam der FSV nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei war gegen die harmlosen Gäste wesentlich mehr möglich. In der ersten Halbzeit versprühten die Gubener mit gelegentlichen Kontern zumindest noch etwas Gefahr. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rathenow den Druck, so dass die Gäste zunehmend abbauten und kaum noch aus der eigenen Hälfte kamen. Doch trotz technischer und läuferischer Überlegenheit konnte Optik insgesamt nicht überzeugen und blieb vor dem gegnerischen Tor zu harmlos.

82. Minute: Matthias Lettows (li.) Kopfball konnte Gubens Keeper mit einer Glanzparade abwehren

Optiks kleine Siegesserie ist leider gerissen. Gegen eine aufopferungsvoll verteidigende Gubener Elf kam der FSV nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei war gegen die harmlosen Gäste wesentlich mehr möglich. In der ersten Halbzeit versprühten die Gubener mit gelegentlichen Kontern zumindest noch etwas Gefahr. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rathenow den Druck, so dass die Gäste zunehmend abbauten und kaum noch aus der eigenen Hälfte kamen. Doch trotz technischer und läuferischer Überlegenheit konnte Optik insgesamt nicht überzeugen und blieb vor dem gegnerischen Tor zu harmlos.

In der Anfangsphase sahen die Zuschauer eine sehr zerfahrene Partie. Optik versuchte das Spiel zu machen, agierte aber zu unkonzentriert, während Guben abwartete und auf Konter lauerte. Das erste Mal gab es nach zehn Minuten so etwas wie Torgefahr: Gästetorwart Michael Noack rettete vor Patrik Scholz. Danach dauerte es nochmals gut zehn Minuten bis zur nächsten torgefährlichen Aktion. Wieder war es Scholz, der mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck an Noack scheiterte. Auf der Gegenseite kam auch Guben nach 23 Minuten zur ersten Gelegenheit: Nach einem Ballverlust von Junior im Mittelfeld mußte Optiks Schlussman Aydin Kopf und Kragen riskieren, um vor dem einschussbereiten Andreas Mai zu retten. Danach hätte Junior seinen Fehler fast wieder gut gemacht und zur Führung getroffen, doch seinen Kopfball nach Ecke von Becker, schlug ein Abwehrspieler von der Linie.

Aber der FSV schien jetzt besser ins Spiel zu kommen. Als Noack in der 28. Minute einen Ball nicht festhalten konnte, setzte Junior nach, doch im entscheidenden Moment bekam Gubens Schlussmann die Finger dazwischen und lenkte den Schuss über die Latte. Die Riesenchance zum 1:0 hatte in der 30. Minute Patrik Scholz auf dem Fuß. Von Delvalle Silva wunderschön freigespielt, nahm Patrik den Ball gut mit, legte dann aber, frei vor Noack, quer, statt selbst abzuschließen. Das Anrennen der Gastgeber erwies sich nur als kurzes Strohfeuer. Bis zum Pausenpfiff erspielte sich Optik keine nennenswerte Tochance mehr. Guben tauchte in der 36. Minute noch einmal gefährlich vor Aydin auf. Doch Matthias Kellner rettete im allerletzten Moment gegen Gubens Nummer Drei.

Nach dem Seitenwechsel geriet das Rathenower Tor nur einmal in Gefahr, als Mirko Treuger freistehend in einen Eckball lief, aber genau auf Gökhan Aydin köpfte. Gefährlicher war da schon der Kopfball von Mathias Lettow, ebenfalls nach einer Ecke, den ein Gubener vor der Torlinie klären konnte. Optik bestimmte das Spiel in der zweiten Hälfte eindeutig. Bis zum Strafraum wurde auch gefällig kombiniert, doch in Tornähe fehlte die letzte Präzision, so wie bei Juniors Flanke in der 79. Minute, die der eingewechselte Pfefferkorn um Haaresbreite verpasste. Als Lettow sich in der 82. Minute im Kopfballduell durchsetzte, schien die Führung fällig, doch mit einer Glanzparade lenkte Noack den Ball noch um den rechten Pfosten.

Guben war nun stehend K.O. und schlug die Bälle kompromisslos aus der Gefahrenzone. Doch Optik machte aus seiner Überlegenheit einfach zu wenig. Statt die Gäste mit schnellem direkten Spiel auseinanderzunehmen, wurde oft der Weg durch die Mitte gesucht oder ein Haken zu viel geschlagen. Die letzte echte Torchance gab es in der 84. Minute, als eine Direktabnahme von Scholz nach Jahn-Flanke knapp über die Querlatte flutschte. In der Schlussminute sah Junior noch die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Sandro Tochtenhagen. Auch wenn diese Karte wahrscheinlich korrekt war, so traf der Unparteiische in der zweiten Halbzeit phasenweise völlig unverständliche Entscheidungen, über die die Anwesenden noch weit nach Spielende rätselten.

Wie gewohnt äußerte sich Ingo Kahlisch anschließend nur zum Spielgeschehen: "Wir haben den Fußball gespielt, den wir nicht können beziehungsweise den ich nicht sehen will. Aber das ist bei jungen Mannschaften oft so nach drei Siegen. Ein Problem ist auch, wie wir mit unseren Tormöglichkeiten umgehen."

Aufstellung:
Aydin - Lettow, Szabo, Berger - Jahn, Scholz (G), Delvalle Silva, Kellner (G/86. Yildiz), Becker - Junior (GR), Kalan (60. Pfefferkorn)