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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

SIEGTREFFER IN DER 90. MINUTE

\"Ohne Euch hätten wir das nicht geschafft.\" Patrik Scholz\' Dank galt nach dem 2:1-Derbysieg zuallererst den Rathenower Fans, die ihr Team über die gesamte zweite Halbzeit frenetisch nach vorne peitschten und am Ende ausgelassen jubeln durften. Nach der überraschenden Führung für Süd in der 36. Minute schien Optik zunächst geschockt. Doch angetrieben von Matthias Kellner, der überraschend in der Anfangformation stand, startete der FSV in Durchgang zwei eine furiose Aufholjagd. Der Gastgeber wurde regelrecht eingeschnürt, es gab Chancen im Minutentakt, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor...

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Marco Jahn, Dejan Kalan und Matthias Kellner bedanken sich bei ihren Fans

\"Ohne Euch hätten wir das nicht geschafft.\" Patrik Scholz\' Dank galt nach dem 2:1-Derbysieg zuallererst den Rathenower Fans, die ihr Team über die gesamte zweite Halbzeit frenetisch nach vorne peitschten und am Ende ausgelassen jubeln durften. Nach der überraschenden Führung für Süd in der 36. Minute schien Optik zunächst geschockt. Doch angetrieben von Matthias Kellner, der überraschend in der Anfangformation stand, startete der FSV in Durchgang zwei eine furiose Aufholjagd. Der Gastgeber wurde regelrecht eingeschnürt, es gab Chancen im Minutentakt, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

Süd kam gleich in der Anfangsphase zu zwei guten Gelegenheiten - auch weil die Optik-Abwehr eklatante Stellungsfehler offenbarte. Zunächst setzte sich Steffen Päch in der dritten Minute gut durch - sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz darauf war er als Vorbereiter beteiligt und spielte Christian Verch mustergültig frei, der aber, zum Glück für Optik, zu schwach schoss. Rathenow kam zu zwei halben Chancen durch Tim Berger und Mathias Lettow. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt sehr zerfahren. Erst nach etwa 20 Minuten kam Optik stärker auf und wurde zunehmend spielbestimmend. Nachdem Junior in der 24. Minute kurz hinter der Strafraumgrenze hängen geblieben war, setzte Scholz entschlossen nach und verfehlte nur knapp. Und nach einem schönen Doppelpass von Delvalle Silva mit Pfefferkorn konnte Süd-Kepper Conny Wieland parieren.

Mitten in dieser Phase, als Optik alles im Griff zu haben schien, leistete sich die Mannschaft in der 36. Minute eine Schlafeinlage. Christian Verch konnte auf der rechten Seite durchlaufen und Thomas Welskopf bedienen, der, frei vor Aydin, nur noch zum 1:0 einschieben musste. Rathenow brauchte zunächst einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen. Doch weder der Kopfball von Scholz nach Berger-Flanke, noch die Kopfballverlängerung von Lettow nach Freistoß von Scholz brachten wirkliche Torgefahr. Ein weiterer Schuss von Scholz aus 16 Metern nach feiner Einzelleitung kam genau auf Wieland.

Nach dem Seitenwechsel legte Rathenow los wie die Feuerwehr. Nach Lettows Flanke auf Pfefferkorn hatten die Optik-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch \"Pfeffer\" köpfte hauchdünn neben den Pfosten. Kurz darauf verfehlte Scholz mit einem Freistoß ebenfalls nur um Zentimeter. In der 52. Minute lenkte Wieland einen technisch feinen Lupfer von Delvalle Silva mit letztem Einsatz über die Latte. Bei Distanzschüssen von Delvalle Silva sowie Kellner fehlten kurz darauf abermals nur Zentimeter. Dann kam Süd zur einzigen Tormöglichkeit im zweiten Durchgang, doch Steffen Päch zielte über den Kasten.

Als der Rathenower Anhang langsam zu verweifeln begann, fiel in der 69. Minute doch noch der hochverdiente Ausgleichstreffer: Nach Flanke von Jahn netzte Tim Berger per Flugkopfball ein. Und Optik wollte mehr - Süd kam kaum noch zum Luftholen. Doch bei den Schüssen von Delvalle Silva und Becker fehlten wieder die entscheidenden Zentimeter. In der 84. Minute startete der Ex-Südler Sven Becker auf der linken Außenbahn durch und wurde von Frank Bischof umgemäht, der für diese Aktion Rot sah. In Überzahl warf der FSV alles nach vorne. Es lief schon die Nachspielzeit, als Jahn sich auf der rechten Seite durchsetzte und Delvalle Silva aus dem Hintergrund per Flachschuss zum umjubelten 1:2 traf. Die restliche Nachspielzeit überstand Optik problemlos und hätte durch Jahn beinahe noch auf 1:3 erhöht. Dann war Schluss und die Mannschaft konnte gemeinsam mit ihren Fans feiern.

Trainer Ingo Kahlisch nach dem nervenaufreibenden Spiel: \"Mit zunehmender Spielzeit haben wir uns gesteigert und am Ende, denke ich, hochverdient gewonnen. Hervorheben möchte ich heute Matthias Kellner nach seiner langen Verletzung. Insgesamt kostet so ein Spiel natürlich Nerven. Die Mannschaft muss einfach torgefährlicher werden - Chancen waren ja mehr als ausreichend vorhanden.\" Im Übrigen scheint auch bei der Zweiten Mannschaft der Knoten geplatzt zu sein. Nach dem 5:1-Erfolg in der Vorwoche gewann die Rasselbande von Peter Oberschmidt gestern mit 4:0 in Meyenburg.

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Aufstellung:
Aydin - Berger, Szabo, Lettow - Jahn, Scholz, Delvalle Silva, Kellner, Becker (G) - Junior, Pfefferkorn (78. Kalan)

Tore:
1:0 Welskopf (36.)
1:1 Berger (69.)
1:2 Delvalle Silva (90.)