Tore: 1:0 Scholz (17.); 1:1 Delvalle Silva (45./Eigentor); 1:2 Löffler (59.); 2:2 Delvalle Silva (71.); 2:3 Hausdorf (90./Handelfmeter)">

FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

K.O. IN DER NACHSPIELZEIT: RATHENOW - ORTRAND 2:3

"Wenn man gesehen hat, wie wir heute gespielt haben und vergleicht, wie das noch vor einem halben Jahr ausgesehen hat, dann ist dieser Leistungsunterschied für mich unerklärlich." Nicht nur Optik-Coach Ingo Kahlisch wirkte nach dem Spiel ratlos. Sein Team konnte erneut nicht überzeugen und verlor gegen den Aufsteiger Eintracht Ortrand, wenn auch unglücklich, mit 2:3. Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielte dabei das Schiedsrichtergespann.

Tore: 1:0 Scholz (17.); 1:1 Delvalle Silva (45./Eigentor); 1:2 Löffler (59.); 2:2 Delvalle Silva (71.); 2:3 Hausdorf (90./Handelfmeter)

"Wenn man gesehen hat, wie wir heute gespielt haben und vergleicht, wie das noch vor einem halben Jahr ausgesehen hat, dann ist dieser Leistungsunterschied für mich unerklärlich." Nicht nur Optik-Coach Ingo Kahlisch wirkte nach dem Spiel ratlos. Sein Team konnte erneut nicht überzeugen und verlor gegen den Aufsteiger Eintracht Ortrand, wenn auch unglücklich, mit 2:3. Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielte dabei das Schiedsrichtergespann.

Auch heute mußte Ingo Kahlisch wieder umdisponieren: Neben den fehlenden Kellner, Holtkamp, Kalan und Puhlmann saß Mathias Lettow nur auf der Bank. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich im Training das Knie verdreht. Dafür konnte Mario Manuel Delvalle Silva mitwirken, der aber sichtbar noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Außerdem war erstmals Carlo Czarnofski spielberechtigt. Der 17-jährige wurde während der Woche in die Landesauswahl berufen und darf somit, wie der gleichaltrige Daniel Pfefferkorn, ab sofort im Männerbereich eingesetzt werden.

Das 1:0 für Optik fiel in der 17. Minute. Nachdem sich Pfefferkorn auf der rechten Seite gut durchgesetzt hatte, erzielte Patrik Scholz mit einem Flachschuss die beruhigende Führung. Chancen hatten zuvor nur die Gäste, doch Martin Sengespeick war beide Male auf dem Posten. So auch Mitte der ersten Halbzeit, als er einen Steilpass abfing, dabei aber von einem nachsetzenden Ortrander Spieler am Kopf getroffen wurde. Daraufhin musste der Rathenower Keeper mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Für ihn rückte Gökhan Aydin ins Tor. Bis zur Halbzeit bestimmte der FSV weitgehend das Spiel und hätte in der 34. Minute durch Juninho die Führung ausbauen müssen. Stattdessen gab es in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch eine Ecke, die Delvalle Silva unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Optik kam anschließend mit viel Elan aus der Kabine. Kaum eine Minute war gespielt, als Daniel Pfefferkorn über links in den Strafraum stürmte und mit einem strammen Schuss am Ortrander Keeper scheiterte. Der Abpraller landete genau vor den Füßen von Juninho, der sich die Ecke aussuchen konnte, aber aus fünf Metern nur den Keeper anschoss. In der 52. Minute fehlten bei Scholz' Schuss, nach toller Vorarbeit von Juninho, nur Zentimeter zum Torerfolg. Und dann bewahrheitete sich wieder einmal die alte Fußballer-Weisheit: 'Wer vorne die Buden nicht macht, wird hinten bestraft'. Nach einem Konter über die linke Seite drückte Löffler, am langen Pfosten stehend, den Ball zum 1:2 ins Tor. Doch Optik ließ sich durch den Rückstand nicht beirren, nahm die Zweikämpfe an und machte Druck. Vor allem Sven Becker versuchte noch einmal an den Ketten zu zerren. Belohnt wurde dieser Einsatz nach 71 Minuten mit dem Ausgleich: Mario Delvalle Silva köpfte aus Nahdistanz einen Freistoß in die Maschen.

Danach verflachte die Partie zusehends. Schiedsrichter Seidel, der es von Beginn an versäumte, mit einer harten Linie Ruhe ins Spiel zu bringen, schien das Spiel zu entgleiten. Völlig abstrus wurde es in der Nachspielzeit. Als sich die Zuschauer schon auf ein Remis eingestellt hatten, gab der Unparteiische, völlig überraschend, Handelfmeter für die Gäste. Auch nach Spielende konnte niemand erklären, was er in dieser Situation gesehen hatte. Guido Hausdorf ließ sich die unverhoffte Gelegenheit nicht entgehen und Gökhan Aydin mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Chance. Doch damit war das Spiel noch nicht vorüber: Nachdem Czarnofski im Ortrander Strafraum zum Schuss kam, wehrte Frank Jurczyk den Ball eindeutig mit der Hand ab - dieses Mal ein echtes Handspiel, das zwingend einen Elfmeter und die Rote Karte nach sich ziehen musste. Zum Unverständnis aller gab es diesmal keinen Pfiff. Nach dem Spiel bestätigte sogar Entracht-Trainer Rietschel, daß es ein glasklares Handspiel war. So blieb es am Ende beim 2:3.

Ingo Kahlisch war nach dem Abpfiff zunächst damit beschäftigt, seine aufgebrachten Spieler einzufangen und vor Dummheiten zu schützen. Danach erklärte er, sichtbar um Fassung ringend: "Zur Leistung des Schiedsrichters werde ich mich nicht äußern. Auf jeden Fall war das heute eine schlechte Leistung von meiner Mannschaft. Wir haben nicht schnell genug gespielt und die Bälle zu lange gehalten. Und nach hinten raus wurde das halt bestraft. Wenn man gesehen hat, wie wir heute gespielt haben und vergleicht, wie das noch vor einem halben Jahr ausgesehen hat, dann ist dieser Leistungsunterschied für mich unerklärlich. Vielleicht liegt es auch daran, daß einige denken, das funktioniert auch mit halber Kraft. Ich muss jetzt erst einmal versuchen, mich zu sammeln. Den Saisonstart haben wir uns natürlich alle etwas anders vorgestellt. Unsere Ansprüche für diese Saison müssen wir jedenfalls deutlich zurückschrauben."

Aufstellung: Sengespeick (22. Aydin) - da Cruz (74. Czarnofski(G)), Szabo, Berger (G) - Becker (G), Kienle (G), Delvalle Silva, Scholz (G), Jahn - Juninho, Pfefferkorn

Tore:
1:0 Scholz (17.)
1:1 Delvalle Silva (45./Eigentor)
1:2 Löffler (59.)
2:2 Delvalle Silva (71.)
2:3 Hausdorf (90./Handelfmeter)