FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

OPTIK MIT FEHLSTART - 0:2 IN BABELSBERG

Der Saisonstart ging für Optik gründlich in die Hose - 0:2 verlor das Team bei den Babelsbergern, die mit sechs Spielern aus dem Oberligakader antraten. In einer zerfahrenen und unansehnlichen Begegnung spielte der Gastgeber zielstrebiger nach vorne und ging aggressiver in die Zweikämpfe, wenn auch nicht immer mit sauberen Mitteln. Die Rathenower, bei denen überraschender Weise die angeschlagenen Becker und Scholz mitwirkten, boten eine dürftige Leistung und durften sich am Ende über die Niederlage nicht beschweren.

Michael Puhlmann (li) und Andre da Cruz (re) versuchen, Thomas Lettow zu stoppen

Der Saisonstart ging für Optik gründlich in die Hose - 0:2 verlor das Team bei den Babelsbergern, die mit sechs Spielern aus dem Oberligakader antraten. In einer zerfahrenen und unansehnlichen Begegnung spielte der Gastgeber zielstrebiger nach vorne und ging aggressiver in die Zweikämpfe, wenn auch nicht immer mit sauberen Mitteln. Die Rathenower, bei denen überraschender Weise die angeschlagenen Becker und Scholz mitwirkten, boten eine dürftige Leistung und durften sich am Ende über die Niederlage nicht beschweren.

In der 14. Minute brannte es erstmals lichterloh im FSV-Strafraum: Der Ex-Rathenower Arsovic hatte Schmidt freigespielt, der zum Schuss ansetzte, bevor ihm Scholz im letzten Moment von hinten den Ball weggrätschte. Die Babelsberger forderten vehement Strafstoß, doch Schieri Bärmann lag in diesem Fall richtig - Patrik hatte bei seinem Tackling eindeutig den Ball gespielt. Vier Minuten später fiel das 1:0, als Quast nach einem Freistoß per Kopf traf - die Rathenower Abwehr wirkte nicht nur in dieser Situation schlecht sortiert.

Nach etwa 20 Minuten konnte sich Rathenow befreien und das Spiel schien attraktiver zu werden. In der 24. Minute die Riesenchance zum Ausgleich: Zunächst setzte sich Juninho sehenswert gegen mehrere Abwehrspieler durch - sein Schussversuch aus 20 Metern wurde zwar abgeblockt, doch der Ball landete bei Daniel Pfefferkorn, der links in den Strafraum eindrang und abzog. Der Optik-Anhang hatte hier den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Ball verfehlte hauchdünn den Kasten. Auf der Gegenseite parierte Martin Sengespeick zunächst gegen Vukadin und dann gegen den Nachschuss von Lücke glänzend. Die nächste Optik-Chance bereitete wieder der zumindest in der ersten Halbzeit sehr agile Juninho vor, als er in der 30. Minute Lettow freispielte, der aber frei vor dem Torwart im letzten Moment gestört wurde. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, daß dies die letzte echte FSV-Torchance im gesamten Spiel bleiben sollte. In der 36. Minute reagierte Quast nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus am schnellsten und sorgte für das 2:0. Von da an passierte bis tief in die zweite Halbzeit hinein nichts Nennenswertes mehr.

Erst ab der 64. Minute ging es wieder etwas munterer zu, doch Torgefahr versprühten nur die Gastgeber, die es versäumten den Sack zuzumachen. Für die beste Optik-Chance sorgte bezeichnenderweise ein Babelsberger - Pflaumbaum hatte den Ball knapp übers eigene Gehäuse geköpft. Danach rettete Sengespeick gegen Feller, als er reaktionsschnell nach unten tauchte und das dritte Tor verhinderte. Auf der Gegenseite konnte sich erstmals in Hälfte zwei auch der Babelsberger Torwart \"auszeichnen\", doch der Kopfball von Berger nach Puhlmann-Flanke kam genau auf den Keeper. Für den letzten Aufreger des Spiels sorgte mit dem eingewechselten Kalan einer der Jüngsten auf dem Feld. Zunächst versuchte der 18-jährige einen Elfmeter herauszuholen, den ihm der Schieri verwehrte. Verärgert über diese Entscheidung ging der Optik-Neuzugang etwas übermotiviert in den nächsten Zweikampf. Nach lautstarken Protesten der Babelsberger Trainerbank zeigte Bärmann Kalan die Rote Karte - eine harte, aber vertretbare Entscheidung.

Ein bitter enttäuschter, aber trotzdem gefasster Ingo Kahlisch nach dem Spiel: \"Es gibt noch viel zu tun. Vor allem unser Zweikampfverhalten muss besser werden. Wir haben heute verdient verloren gegen eine der stärkeren Mannschaften in der Liga.\"

Aufstellung: Sengespeick - Da Cruz (69. Jahn), Szabo, Berger, Becker - Kienle, Lettow, Puhlmann (G), Scholz (G) - Juninho (G), Pfefferkorn (64. Kalan / 85. Rot)

Tore:
1:0 Quast (18.)
2:0 Quast (36.)