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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

MIT EINEM SIEG IN DIE RÜCKRUNDE: FSV OPTIK - VIKTORIA FRANKFURT 3:1

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebten die Zuschauer beim Rückrundenauftakt des FSV Optik Rathenow. Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte lag Optik, nicht ganz unverdient, mit 0:1 hinten. Nach der Pause wachte der FSV auf und drehte die Partie durch Treffer von Scholz (56.), Lindemann (68.) und Delvalle Silva (90.).

Delvalle Silvas Tor als QuickTime Video (6.3 MB)

Unordnung im Gästestrafraum

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebten die Zuschauer beim Rückrundenauftakt des FSV Optik Rathenow. Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte lag Optik, nicht ganz unverdient, mit 0:1 hinten. Nach der Pause wachte der FSV auf und drehte die Partie durch Treffer von Scholz (56.), Lindemann (68.) und Delvalle Silva (90.).

In der fünften Spielminute kam Optik erstmals gefährlich vors Gästetor. Kadir Yilmaz hatte Michael Puhlmann schön freigespielt, der frei vor dem Torwart verstolperte. Danach spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Keine der beiden Mannschaften konnte nennenswerte Akzente setzen. Etwas Aufregung gab es erst wieder in der 26. Minute. Marco Lindemann hatte Ardeshir Dejagah den Ball in den Lauf gespielt, und Eddy hatte nur noch den Torhüter gegen sich. Doch Schiedsrichter Brinkmann hatte eine Abseitsstellung erkannt und pfiff den Angriff ab. Bereits 32 Minuten waren vorbei, als auch Frankfurt erstmals vor dem Rathenower Gehäuse auftauchte, doch der Schuss war zu harmlos, um Gökhan Aydin in Verlegenheit zu bringen.

Aber Viktoria tat jetzt mehr fürs Spiel. Beim FSV häuften sich die Fehlabspiele. Das Spiel nach vorne war zu einfallslos und auch die Abwehr wackelte einige Male bedenklich. Für Gefahr vor ihrem Tor sorgten die Gäste nach 33 Minuten selbst, doch Pochanke konnte den Ball gerade noch vor der Torlinie klären. In der 36. Minute die, bis dahin, größte Chance des Spiels. Frankfurts Spirius hatte geflankt, der anschließende Kopfball von Werner ging knapp am Tor vorbei. In der 39. Minute das nicht unverdiente 0:1. Stefan Reich ging allein auf Gökhan Aydin zu und spitzelte den Ball mit dem Außenrist eiskalt ins lange Eck. Mit diesem 0:1 ging es auch in die Container (die Kabinen wurden im Zuge des Stadionumbaus dem Erdboden gleich gemacht). Ingo Kahlisch war sichtbar unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, was verständlich war.

Die Halbzeitansprache des Rathenower Coaches hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Vor allem über die linke Seite legte Optik jetzt richtig los. Kurz nach dem Anpfiff flankte Kadir Yilmaz, Lindemann stieg im Fünfmeter-Raum hoch und wurde von hinten umgestoßen. Die Zuschauer forderten vehement Strafstoß, doch der Unparteiische ließ weiterlaufen. Wenig später umkurvte Yilmaz geschickt zwei Gegenspieler und zog aus 16 Metern ab. Den Schuss ließ Frankfurts Keeper Stefan Ammer durch die Finger gleiten. Um wenige Zentimeter kullerte der Ball am rechten Pfosten vorbei. Direkt danach der nächste Angriff. Nach einer gelungenen Kopfballablage von Adam Celeban hämmerte Patrick Scholz den Ball zum 1:1 ins Tor. Ab der 62. Minute dezimierten sich die Gäste selbst. Der Schiedsrichter hatte einen Zweikampf bereits abgepfiffen und auf Freistoß für Frankfurt entschieden, als der schon verwarnte Stefan Reich Michael Puhlmann umgrätschte. Folgerichtig sah er für diese Aktion die Gelb-Rote Karte. Das FSV-Team sah jetzt die Chance, das Spiel zu entscheiden und erhöhte nochmals die Schlagzahl. Nachdem Yilmaz Mathias Kellner mit einem herrlichen Pass auf die Reise geschickt hatte, scheiterte dieser am Frankfurter Schlussmann. Keine Minute später brachte Kellner eine Flanke in den Strafraum, wo Marco Lindemann hochstieg und zum 2:1 einköpfte.

Kurz nach der Führung versuchte sich Dejagah mit einem Schuss- doch zu unplatziert. Gefährlicher wurde es, als Tim Berger wenig später eine Flanke schön mit der Brust mitnahm und nur am hervorragend reagierenden Frankfurter Torwart scheiterte. In der 81. Minute ein schönes Zusammenspiel der beiden Rathenower Neuzugänge Yilmaz und Celeban. Die anschließende Flanke von Yilmaz köpfte der in der Mitte völlig frei stehende Dejagah knapp über den Querbalken. Auch in der nächsten Szene war Yilmaz beteiligt, als er auf Delvalle Silva zurücklegte, dessen Schuss Keeper Ammer parierte. Zwei Minuten später, es lief bereits die Nachspielzeit, schlug Patrik Scholz eine Flanke in den Strafraum auf Delvalle Silva. Zunächst scheiterte Mario mit seinem Kopfball an Ammer, doch im Nachsetzen bugsierte er das Leder zum 3:1-Endstand über die Linie.

Insgesamt war der Rathenower Sieg hochverdient. In der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft, zumindest phasenweise, wozu sie fußballerisch in der Lage ist. Ingo Kahlisch führte nach dem Spiel die schwache erste Halbzeit auf die lange Wettkampfpause zurück. Über den Kampf sei die Mannschaft in Hälfte zwei dann ins Spiel gekommen und habe, auch auf Grund ihrer athletischen Vorteile das Spiel für sich entschieden. Besonders lobte der Trainer den heute als hängende Spitze eingesetzten Patrik Scholz.

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Aufstellung:
Aydin - Szabo (G), Lindemann (G), Berger - Yilmaz (G), Kellner, Puhlmann, Delvalle Silva, Jahn (G/45. Celeban), - Dejagah (G/88. Hautzendorfer), Scholz

Tore:
0:1 Reich (39.)
1:1 Scholz (56.)
2:1 Lindemann (68.)
3:1 Delvalle Silva (90.+2)

Gelb-Rot: Reich (62.)