Nach dem gestrigen Spiel gegen Premnitz stand heute gleich der nächste Test auf dem Programm. Gegen die U23 von Hertha BSC waren die Beine dementsprechend schwer. Die Hertha-Bubis waren meist einen Schritt schneller und gewannen am Ende verdient mit 2:0.
Zu Beginn standen beide Abwehrreihen recht ordentlich. So resultierte die erste Gelegenheit der Gäste aus einem Fernschuss. Terrence Boyd zog aus der Distanz ab, weil anders kein Durchkommen war. Hier konnte Martin Sengespeick klären. In der 13. Minute war er gegen den gleichen Spieler jedoch machtlos. Nach einem Freistoß von Patrick Podrygala traf Boyd mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.
Das erste Mal offensiv wurde der FSV nach gut 20 Minuten, als Patrick Richter Daniel Pfefferkorn in Szene setzte, dieser aber im letzten Moment noch abgeblockt wurde. Nachdem auf der anderen Seite Martin Sengespeick einen direkten Freistoß von Podrygala gut parierte, gab es die beste Gelegenheit des Oberligisten vor der Pause. Jens Gottschick vertändelte das Leder gegen Dogukan Topuz, der schnell auf Daniel Pfefferkorn spielte. "Pfeffers" Schuss hielt Richard Strebinger.
Kurz vor dem Wechsel hätten die Hauptstädter das Ergebnis in die Höhe schrauben können. Zunächst verweigerte Schiedsrichter Andy Stolz aus Pritzwalk einem Treffer von Kevin Stephan wegen vorangegangenem Foulspiel die Anerkennung. Dann nagelte der Stürmer einen fulminanten Schuss aus dem Fußgelenk ans Lattenkreuz. Und fast mit dem Pausenpfiff traf Gramoz Kurtaj nur den Pfosten.
Zur Halbzeit wurde fleißig durchgewechselt. Am Spielverlauf änderte das nichts, wenn auch Hertha-Trainer Karsten Heine hinterher meinte: "Mit der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit war ich nicht zufrieden." Ob er dabei die Szene im Sinn hatte, als Marten Müller flankte und Dejan Kalan beim Kopfball nicht genug Druck hinter den Ball bekam? Ansonsten waren lediglich ein Schuss von Andre Zielke (vorbei) und ein Freistoß von Sasan Gouhari, genau auf den Torwart, zu registrieren.
Die Möglichkeiten der Berliner, die "immer einen Schritt schneller waren" (Ingo Kahlisch) waren hochkarätiger. Der Kopfball von Lukas Billick knallte an die Latte und beim Direktschuss von Kevin Stephan hatte Felix Baitz die Hände rechtzeitig oben. Die Entscheidung fiel in der 67. Minute. Billick setzte sich auf dem rechten Flügel durch, seine präzise Hereingabe mußte Sascha Schünemann nur noch über die Linie schieben. Im Anschluss traf Terrence Boyd das Außennetz und der sehr agile Patrick Podrygala verfehlte mit einem Schlenzer das Tor ganz knapp. Die letzte Chance hatte aber Optik. Und was für eine. Vincenzo Ferrera zog volley ab. Mit einer sensationellen Parade rettete der eingewechselte Marcel Subke seiner Elf den 0:2-Sieg.
Sauer war Ingo Kahlisch, ebenso wie die 150 Zuschauer nach der Partie nicht. "Die Niederlage kommt nicht unerwartet. Es war für die jungen Spieler eine sehr harte Woche. Auf Grund dieser Vorbereitung war die Laufbereitschaft heute nicht so hoch wie gewohnt. In den nächsten zwei, drei Wochen wird sich die Mannschaft finden."
Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am kommenden Mittwoch. Dann gastiert der FSV Optik ab 18.30 Uhr bei Eintracht Friesack. Vielleicht steht dann auch schon Mario Manuel Delvalle Silva im Kader, der am Samstag seine ersten Trainingsrunden am Vogelgesang drehte.
Aufstellung: Sengespeick (46. Baitz) - Aslan (46. Becker), Gouhari, Wilcke, Ferrera (46. Müller) - Leroy(46. Zielke), Scholz - Tröger, Topuz (46. Kalan), Pfefferkorn - Richter (46. Hellwig)